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8. Compamed Frühjahrsforum Über E-Health-Anwendungen, Informationstechnik und Wearables

Redakteur: Kathrin Schäfer

Lösungen aus der Mikrosystemtechnik tragen dazu dabei, medizinische Geräte schneller, flexibler und smarter zu machen. Ziel ist, die Mobilität und damit die Lebensqualität von Patienten zu steigern – beispielsweise durch schnellere Testergebnisse vor Ort, bei der Kontrolle von Vitalparametern und Blutwerten oder durch innovative Therapiesysteme für chronisch Kranke.

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Kleine Bauteile für smarte Medizinprodukte - wo und wie sie zum Einsatz kommen, darüber informierte das Compamed-Frühjahrsforum in Frankfurt.
Kleine Bauteile für smarte Medizinprodukte - wo und wie sie zum Einsatz kommen, darüber informierte das Compamed-Frühjahrsforum in Frankfurt.
(Bild: Messe Düsseldorf/C. Tillmann)

Medizintechnik to go“ lautete entsprechend passend auch das Motto für das 8. Compamed Frühjahrsforum, das am 9. Mai in Frankfurt stattfand. Das Forum bietet jedes Jahr im Frühjahr einen Ausblick auf die Themen der mit mehr als 700 Ausstellern der Compamed in Düsseldorf, Fachmesse für Zulieferer der Medizintechnik-Industrie. Rund 50 Experten aus Forschungseinrichtungen und von „Medtech“-Komponenten-Herstellern hörten Vorträge zu den neuesten Trends und diskutierten darüber.

Welche Möglichkeiten eröffnen E-Health-Anwendungen?

Intelligente und mobile Systeme etablieren sich beispielsweise zunehmend auch im so genannten zweiten Gesundheitsmarkt und werden dort vielfach im Präventions- und Fitnessbereich eingesetzt. Im Zusammenspiel mit modernen E-Health-Anwendungen eröffnen sich zahlreiche neue Möglichkeiten, um dem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung und den Herausforderungen der demografischen Entwicklung zu genügen. In diesem Sinne ist „Medizintechnik to go“ auch ein Impulsgeber für das Innovationsfeld AAL (Ambient Assisted Living). Hinter diesem Begriff werden altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben in der gewohnten, häuslichen Umgebung verstanden. Im Hinblick auf die medizinische Betreuung chronisch kranker, älterer Menschen sind mobile diagnostische Geräte zur Überwachung wichtiger Vitalparameter mit Telematik-Anbindung an Hilfsdienste schon seit geraumer Zeit bei der Compamed sowie der stets parallel laufenden Medizinmesse Medica durch Aussteller immer wieder thematisiert.

Medizintechnik und IT wachsen zusammen

Immer wichtiger hinsichtlich mobiler Lösungen wird die Informationstechnik. Das Potenzial reicht von ständiger Erreichbarkeit und Verfügbarkeit von Informationen über die Dokumentation am Krankenbett in Echtzeit bis hin zur Optimierung von Tagesabläufen. „Genau wie E-Mails unsere Arbeit in den letzten 20 Jahren wesentlich verändert haben, werden mobile Applikationen die Planungs- und Dokumentationsabläufe im Krankenhaus nachhaltig verändern“, prophezeite beim Compamed Frühjahrsforum Dr. Michael Meyer, Leiter der Clinical Products Division des Health Care Sectors von Siemens Deutschland. Bereits 2011 hat das Unternehmen mit dem „Mobilett Mira“ das erste mobile, digitale Röntgengerät mit einem kabellosen Detektor eingeführt. Dieser übermittelt Bilddaten per W-LAN an ein integriertes Bildsystem und erleichtert insbesondere die Untersuchung von schwer kranken, bewegungseingeschränkten Patienten. Derartige Geräte auch für andere bildgebende Verfahren werden in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.

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