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Angenehmes Monitoring mittels smarter Komponenten
Von großem Interesse sind auch Monitoring-Anwendungen. So hat das Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik (Cis) Vitalparametersensoren entwickelt, die sich zur Pulswellenanalyse einsetzen lassen. Basis dafür ist die „Im-Ohr-Sensortechnologie“ für kardiovaskuläres Monitoring, die auf einem patentierten, optoelektronischen Sender-Empfänger-Modul beruht. Seit Langem ist bekannt, dass ein erhöhter Augeninnendruck ein wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung eines Glaukoms (Grüner Star) ist. Aber ebenso stellt die instabile Durchblutung des Augenhintergrundes eine pathologische Ursache dar. Etwa 40 Prozent der Glaukompatienten, die über einen normalen Augeninnendruck verfügen, zeigen Empfindlichkeiten gegenüber Blutdruckschwankungen. Für die Untersuchung vaskulärer Dysregulation entwickelte das CiS deshalb gemeinsam mit der Aviant GmbH aus Jena eine multisensorische Lösung, die EKG und Parameter der Photoplethysmographie (PPG) zeitsynchron erfassen kann. Nach heutigen Erkenntnissen ist bei Normaldruckglaukom-Patienten nicht nur das Auge krank, sondern möglicherweise das Herz- und Gefäßsystem des Körpers im Allgemeinen. Durch die zeitsynchrone Messung von EKG und PPG soll das Screening vaskulärer Dysregulation mit einer guten Sensitivität und vor allem einer sehr hohen Spezifität möglich werden. Das Herzstück, der PPG-Sensor zur Erfassung der Pulswelle, zeichnet sich durch eine hohe Signalqualität und ausgezeichneten Tragekomfort aus. Nahezu unsichtbar, versteckt in einer Otoplastik, wird der Sensor im äußeren Gehörgang getragen und ist somit für den Patienten ohne Einschränkungen auch im Alltag nutzbar. Möglich wurde dies durch die Integration eines speziellen, optischen Strahler-Empfänger-Moduls, das in Chip-in-Chip-Technologie hergestellt wird. Eine am Körper tragbare, mit zwei AA-Batterien betriebene Systemelektronik komplettiert die mobile Lösung. Diese beinhaltet neben der Sensorsteuerung, einen Datenlogger mit einer rausch- und driftarmen Vorverstärkung und Signalverarbeitung. Die Datenspeicherung kann wahlweise auf einer herkömmlichen SD-Card oder über eine USB-Schnittstelle am PC des Arztes erfolgen.
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