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LK Mechanik „Technologisch immer ganz vorne dabei sein“

Redakteur: Kathrin Schäfer

Behältersysteme für die Teilereinigung und gratfreie Instrumententrays sind das Metier des Metallverarbeiters LK Mechanik. Warum ein neuer Rundeckentray auf der Medtec Europe so gut angekommen ist und warum er den Einsatz von Polymerbeschichtungen vorantreibt, darüber hat Devicemed mit Firmenchef Friedhelm Kraft gesprochen.

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Friedhelm Kraft, LK Mechanik: „Die Medizintechik gehört für uns nach wie vor zu den Wachstumsbereichen.“
Friedhelm Kraft, LK Mechanik: „Die Medizintechik gehört für uns nach wie vor zu den Wachstumsbereichen.“
(Bild: LK Mechanik)

Herr Kraft, wie entwickeln sich denn aktuell die Geschäfte im Bereich der Medizintechnik?

Obgleich der Medizintechnik-Markt ja insgesamt etwas an Dynamik verloren hat, gehört er für uns nach wie vor zu den Wachstumsbereichen. Hier können wir die Kunden immer wieder mit innovativen Behälterlösungen überzeugen, denn wir verfügen im Bereich Medizintechnik inzwischen über eine hohe Entwicklungs- und Fertigungskompetenz – sowohl in der Edelstahl- als auch in der Silikonverarbeitung. Außerdem sind wir nicht nur nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert, sondern auch Mitglied im DGSV, der Deutschen Gesellschaft für Sterilgutversorgung.

Aufgrund unserer jahrelangen Arbeit für die Medizintechnik wissen wir inzwischen sehr genau, worauf es ankommt bei der Herstellung moderner Produkte für die Lagerung, den Transport sowie die Reinigung und Sterilisation von medizinischem Sterilgut.

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Würden Sie uns dafür noch ein konkretes Fallbeispiel nennen?

Zu unseren neuesten – und auch erfolgreichsten – Lösungen in diesem Bereich gehört sicher unser speziell für die Sterilisation mit Einpackvliesen entwickeltes Rundeckentray. Es ist exakt abgestimmt auf die Besonderheiten von Sterilisationsmethoden, bei denen die Instrumententrays vor dem Einstellen in den Sterilisator oder Autoklav mit einem dampfdurchlässigen Einpack-vliesmaterial umwickelt werden.

Im Gegensatz zu herkömmlichen hat unser Tray keine spitzen Ecken, keine scharfen Kanten und keine außenliegenden Griffe (Bild 2). Dadurch ist eine Beschädigung der weichen Umverpac-kung – bisher ein ständiges Ärgernis – ausgeschlossen, und die Verwendung zusätzlicher Schutzkappen ist überflüssig. Auf Wunsch erhält der Kunde das Tray auch als Komplettlösung mit maßgeschneiderten Silikonprofilen zum Einklemmen empfindlicher Instrumente. Auf der letzten Medtec Europe in Stuttgart hat sich unser Rundeckentray als echter Publikumsmagnet erwiesen.

Welche entscheidenden Trends und Tendenzen sehen Sie denn in jenen Marktsegmenten, in denen sich LK Mechanik mit seinen Produkten und Lösungen positioniert hat?

Nun, sowohl in der Medizintechnik, in der Produktionslogistik, der Montagetechnik als auch in der Teilereinigung erwarten Kunden immer mehr maßgeschneiderte, aber zugleich auch flexibel einsetzbare Behälter- und Werkstückträger-Lösungen, die sich durchgehend über mehrere Prozessstufen nutzen lassen. Dabei nehmen Dynamik und Automatisierungsgrad der Montage- und Reinigungsabläufe grundsätzlich weiter zu. Das stellt hohe Anforderungen an das Design und die Verarbeitungsqualität unserer Produkte.

Und wie gehen Sie mit diesen Anforderungen um?

Der stetige Ausbau unserer Kompetenzen in den Bereichen Konstruktion, Fertigungstechnik und Oberflächentechnik ist für uns ein ganz entscheidender Faktor für die Stärkung unserer Wettbewerbsposition.

Können Sie dafür einige konkrete Beispiele anführen?

Aber gerne. In den letzten Jahren haben wir den Einsatz moderner Fertigungsverfahren vom Laserfeinschneiden und Wasserstrahl-Feinschneiden über das Laserschweißen bis hin zum Präzisionsstanzen ausgebaut. Vor knapp zwei Jahren haben wir beispielsweise ein neues 5-Achsen-Laserbearbeitungszentrum von Trumpf angeschafft, das nach unseren Vorgaben konfiguriert wurde und eine Ideallösung für die Realisierung kleiner bis mittlerer Serien von Bauteilen und Baugruppen ist.

Die Anlage eignet sich zum Schneiden und Schweißen von Bauteilen mit 2D- und 3D-Geometrien; sie kann sowohl dünnste Materialien mit hoher Präzision feinschneiden als auch mehrere Millimeter dicke Bleche. Aufgrund ihrer modularen Konzeption können wir sie jederzeit rasch an wechselnde Kundenaufträge anpassen.

Auf dem Gebiet der Oberflächentechnik treiben wir derzeit vor allem den Einsatz von innovativen Polymerbeschichtungen wie etwa Rilsan voran, die unseren Werkstückträgern und Reinigungsbehältern einen deutlich verbesserten Antihafteffekt verleihen. Außerdem stehen wir derzeit kurz vor der Einführung des Plasmapolierens, das wir zukünftig als Ergänzung zum Edelstahlpolieren anbieten werden.

Zahlen sich all diese Investitionen für Ihr Unternehmen denn auch aus?

Davon dürfen Sie ausgehen. Ob in der Medizintechnik, in der Teilereinigung oder in der Montagetechnik – wir haben in all unseren Märkten einen Namen als Premiumhersteller. Darin erkennen wir auch die Verpflichtung, technologisch immer ganz vorne mit dabei zu sein.

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