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Kompetenzpreis Baden-Württemberg / Control

Reichle siegt, Auszeichnung für Laborautomatisierer Roche PVT

| Redakteur: Peter Reinhardt

Traditionell ist die die Control, internationale Fachmesse für Qualitätssicherung, am 5. Mai in Stuttgart mit einem besonderen Höhepunkt gestartet: Der Kompetenzpreis Baden-Württemberg für Innovation und Qualität wurde im Rahmen der Eröffnungspressekonferenz verliehen.

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Für Roche PVT nimmt Dr. Carmen Ehrenstein (3.v.l.), Head of Quality & Regulatory, die Auszeichnung entgegen.
Für Roche PVT nimmt Dr. Carmen Ehrenstein (3.v.l.), Head of Quality & Regulatory, die Auszeichnung entgegen.
( Bild: Schall Messen )

Bereits seit 2008 zeichnen das Beratungsunternehmen TQU Group und das Messeunternehmen P. E. Schall als Initiatoren des Kompetenzpreises Baden-Württemberg Produktinnovationen, innovative Geschäftsmodelle, Prozesse und Services sowie Organisations- und Marketinginnovationen aus, die mit hohen Qualitätsansprüchen realisiert wurden.

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Verfahren zur Oberflächenstrukturierung überzeugt die Jury

Sieger in der Kategorie Unternehmen ist in diesem Jahr die Reichle GmbH Gravier‐ und Laserschweißzentrum, die sich mit ihrem Verfahren zur Oberflächenstrukturierung unter mehr als 25 Bewerbern durchsetzen konnte. Als Unternehmer-Persönlichkeit wurde Eugen Hehl, Gesellschafter des Spritzgießmaschinenherstellers Arburg, geehrt. Hehl, Jahrgang 1929, erhält den persönlichen Kompetenzpreis unter anderem für unternehmerische Weitsicht, Innovation, soziales Engagement und Nachhaltigkeit.

Projektmanagement-Framework löst Innovationssprung aus

Eine Auszeichnung hat zudem der Laborautomatisierer Roche PVT erhalten, der die Anforderungen des Kompetenzpreises ebenfalls erfüllen konnte. Das Top-Management von Roche PVT hat unlängst die Entwicklungsprozesse des Hauses umorganisiert und mit einem neuen Projektmanagement-Framework einen erheblichen Innovationssprung ausgelöst. Davon profitieren nicht nur die Labormitarbeiter und Patienten weltweit, sondern auch der Patentschutz.

Roche PVT ist innerhalb des Roche-Verbundes das Kompetenzzentrum für Systeme zur Automatisierung der Prä- und Postanalytik in klinischen Labors. Aufgabe der rund 250 Mitarbeitenden ist es, Laborarbeiten zu vereinfachen und zu beschleunigen, das Infektionsrisiko für Labormitarbeiter zu verringern und die Sicherheit bei der Probenanalyse zu erhöhen. Dafür wurde jüngst eine neue Prozessstruktur eingeführt und so vor allem in der Geräteentwicklung ein Innovationssprung ausgelöst. Dazu wurden die Bereiche in interdisziplinäre Teams gegliedert, die im Rahmen des Projektmanagement-Frameworks „Scrum“ jeweils 14-tägige Entwicklungsschritte absolvieren. So wird die gesamte Innovationstätigkeit in gut überprüfbare Einzelschritte gegliedert, um die komplexen Vorgänge übersichtlich zu machen.

Vorzüge der agilen Entwicklung

Aufgrund der dynamischen Umwelt ist die Nachfrage nach flexiblen, aber auch schnellen Ergebnissen, kürzeren Entwicklungszyklen sowie transparenten Entwicklungsphasen gestiegen. Da die Vorzüge der agilen Entwicklung in Flexibilität, Kundenorientierung und Zusammenarbeit liegen, wurde diese Prozessstruktur bei Roche PVT eingeführt und erfolgreich damit gearbeitet. Beworben hat sich das Unternehmen mit der Entwicklung eines neuen Decappers in den LCP1-Systemen in Kombination mit der Scrum-Methode. Der Decapper öffnet – je nach Anforderung – die Probenröhrchen automatisch.

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