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Camelot Management Consultants

Pharmabranche: Industrie 4.0 wird erst 2030 zum Megatrend

| Redakteur: Peter Reinhardt

Alle Welt arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung von Industrie 4.0. Alle Welt? Nein, die Verantwortlichen in der Pharmabranche lassen sich Zeit. Laut einer aktuellen Umfrage wird das Internet der Dinge dort erst 2030 zum Megatrend. Wie kann das sein?

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In vielen Funktionsbereichen erwarten die Verantwortlichen der Pharmabranche erst ab 2030 einen starken Einfluss von Industrie 4.0.
In vielen Funktionsbereichen erwarten die Verantwortlichen der Pharmabranche erst ab 2030 einen starken Einfluss von Industrie 4.0.
(Bild: Camelot)

Obwohl viele Pharmaunternehmen Industrie-4.0-Projekte geplant haben und einige Technologien bereits eine wichtige Rolle spielen, wird der Durchbruch von Industrie 4.0 erst in 15 Jahren erwartet. Das ist die zentrale Erkenntnis des sechsten Pharma Management Radars der Camelot Management Consultants AG.

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Beyond the pill schlägt Industrie 4.0

„Die Pharmabranche ist weiter im Aufwind. Das Geschäftsklima sowie die Umsatzerwartungen haben sich im Vergleich zum letzten Pharma Management Radar vor sechs Monaten sogar noch verbessert. Nur sieben Prozent der Befragten erwarten eine Umsatzverschlechterung“, kommentiert Dr. Josef Packowski, Managing Partner bei Camelot, die aktuellen Situation der Branche. Befragt wurden 30 Führungskräfte von weltweit tätigen Pharmaunternehmen aus 16 Ländern und vier Kontinenten. Ein weiterer wichtiger Trend sind Angebote beyond the pill. Hier verzeichnet die Studie seit der letzten Umfrage einen Anstieg von 13 auf 44 Prozent.

Industrie 4.0 gewinnt nur langsam an Relevanz

„Industrie 4.0, auch Internet der Dinge genannt, gewinnt in der Pharmabranche dagegen nur langsam an Relevanz – aber in allen Funktionsbereichen“, fasst Peter Holland, Co-Autor der Studie und Partner bei Camelot, die Studienergebnisse für das Schwerpunktthema Industrie 4.0 zusammen. Am deutlichsten zeige sich dies im Bereich Supply Chain und Logistik, der innerhalb der nächsten fünf Jahre am stärksten von Industrie 4.0 betroffen sein werde (60 Prozent der Nennungen), gefolgt von Sales und Marketing (45 Prozent). Erstaunlich niedrig fallen die Ergebnisse hingegen für die Forschung aus: 75 Prozent der Befragten erwarten hier zunächst keine großen Auswirkungen von Industrie 4.0. Für den Zeithorizont in 15 Jahren beurteilen die Befragten Industrie 4.0 dagegen in allen Funktionsbereichen deutlich positiver.

Hürden bei der Umsetzung von Industrie 4.0

Trotz der positiven Erwartungen ist den Befragten bewusst, dass die Umsetzung von Industrie 4.0 etliche Herausforderungen mit sich bringt. „Technologische Reife und die Frage nach dem Business Case werden vor allem im Bereich Supply Chain und Logistik als die größten Hürden angesehen“, beschreibt Andreas Gmür als weiterer Co-Autor der Studie und Partner bei Camelot die aktuelle Haltung der Branche. Auch in Punkto Standards und Gesetzgebung sehen die Unternehmen noch deutliche Fragezeichen. Hier seien Pharmabranche und Gesetzgeber weltweit gefragt.

Die Studie ist kostenfrei erhältlich. Zum 6. Pharma Management Radar

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