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PerMediCon 2012 Personalisierte Medizin verbessert die Patientenversorgung

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Die Kongressmesse „PerMediCon“, die am 19. und 20. Juni in Köln stattfand, behandelte in Panels, Foren und Projektpräsentationen die Chancen und Herausforderungen der personalisierten Medizin sowie den aktuellen Stand in Forschung, Diagnostik, Technik und Therapie. Hohen Nutzen soll der meist interdisziplinäre Heilungsansatz nicht nur für Patienten bringen, sondern auch für das Gesundheitssystem

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(Bild: Kölnmesse)

Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, betonte in seiner Eröffnungsrede, dass es nahezu eine Pflichtaufgabe der Medizin sei, nach Möglichkeit für jeden nur die Therapien anzubieten, die individuell auch wirksam sind.

Wichtiger Beitrag zu medizinischer Versorgung

Die personalisierte Medizin sei daher wichtig, um das Gesundheitssystem passgenauer zu machen. Er hob hervor, dass die personalisierte Medizin zu den großen Prioritäten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zählt, weshalb das Bundesministerium das Thema individualisierte Medizin als eigenes Aktionsfeld innerhalb des Rahmenprogramms Gesundheitsforschung der Bundesregierung benannt hat. Ziel sei es, neue Förderstrukturen zu schaffen, neue Projekte zu initiieren und das Thema noch stärker zu verankern. Mit Blick auf die wirtschaftliche Bedeutung des Themas verwies er darauf, dass sich allein drei Spitzencluster mit der personalisierten Medizin beschäftigen. Der parlamentarische Staatssekretär zeigte sich fest davon überzeugt, dass die Ansätze der individuellen Medizin in den nächsten Jahren relevante Beiträge für die medizinische Versorgung liefern werden.

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Personalisierte Medizin spart Kosten

Prof. Dr. Theo Dingermann, Inhaber des Lehrstuhls Pharmazeutische Biologie an der Goethe-Universität Frankfurt, der das Fachpublikum durch die Veranstaltung führte, betonte: „Die Medizin von morgen wird stetig personalisierter.“ Die Kenntnis individueller genetischer Charakteristika werde die Arzneimittelwahl massiv beeinflussen. Dadurch könne die personalisierte Medizin die Effektivität des Gesundheitssystems um ein ganzes Stück Effizienz ergänzen. Er resümierte: „Es wäre fahrlässig - wenn nicht gar ethisch verwerflich - sich neu bietende Konzepte und technische Möglichkeiten nicht dahingehend zu evaluieren, inwieweit sie sich zum Wohle von Patientinnen und Patienten, aber auch zum Wohle eines immer kostspieliger werdenden Gesundheitssystem einsetzen lassen.“

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