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PerMediCon 2012

Personalisierte Medizin verbessert die Patientenversorgung

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Gleichzeitig thematisierte Prof. Dr. Dingermann, dass die Ansätze der personalisierten Medizin in Gesellschaft und Medien auf große Skepsis stoßen. Dies ist seiner Meinung nach dadurch begründet, dass nach wie vor über die Definition der personalisierten Medizin diskutiert wird.

Erste Erfolge für maßgeschneiderte Therapien

In Expertenkreisen wird personalisierte Medizin als Strategie verstanden, die darauf abzielt, Medikamente und Therapien zu entwickeln, die besser auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sind. Dabei sollen routinemäßige Gentests helfen, medizinische Behandlungen möglichst individuell an das genetische Profil des einzelnen Patienten anzupassen: Optimale Wirksamkeit bei minimalen Nebenwirkungen sind das erklärte Ziel.

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Dr. Horst K. Kramer, Group Communications F. Hoffmann-La Roche Ltd., unterstrich: „Es gibt wichtige Fortschritte im Bereich der personalisierten Medizin - zwar nicht so schnell wie manche Optimisten gewünscht haben, aber deutlich schneller als manche Skeptiker glauben. Denn auch wenn wir erst am Anfang stehen, sehen wir doch bereits erste Erfolge.“

Interdisziplinarität ist Voraussetzung

Der Kongress behandelte in diesem Jahr insbesondere die Frage, wie die medizinische Zukunft in einem hoch interdisziplinären und komplexen Arbeitsgebiet effizient gestaltet werden kann und wie Synergien zwischen verschiedenen Disziplinen besser genutzt werden können. Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin am Universitätsklinikum Köln und Vorstandsvorsitzender des CIO Centrums für Integrierte Onkologie Köln-Bonn, äußerte dazu als Keynote-Speaker, es gelte sämtliche Ebenen von der Forschung bis zur Versorgung zu vernetzen. Eine hohe Bereitschaft zur Interdisziplinarität und zum Arbeiten in Teams ist seiner Meinung nach daher notwendig. Personalisierte Medizin müsse als Mannschaftssport verstanden werden. Er vertrat die Ansicht, dass die personalisierte Medizin hinsichtlich Organisation und Logistik viel von der Industrie lernen könne, ohne dabei die Menschlichkeit zu verlieren. Als mögliche Maßnahmen zeigte er unter anderem auf, Forschung und Patientenversorgung zu vereinen, interdisziplinäre Projektgruppen zu bilden und geeignete IT-Strukturen aufzubauen.

Die nächste „PerMediCon“ findet am 18. und 19. Juni 2013 statt.

Kontakt:

Koelnmesse GmbH

D-50679 Köln

www.permedicon.de

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