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Otto Bock / Conzzeta

Otto Bock trennt sich von Kunststoffgeschäft

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Die Otto Bock Holding GmbH & Co. KG verkauft ihr Kunststoffgeschäft an die Schweizer Unternehmensgruppe Conzzeta. Der Medizintechnik-Sektor hingegen rückt bei Otto Bock stärker in den Fokus.

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Noch prangt hier das Schild von Otto Bock. Doch nach Abschluss der Transaktion gehört das Kunststoff-Geschäft zur Schweizer Unternehmensgruppe Conzzeta.
Noch prangt hier das Schild von Otto Bock. Doch nach Abschluss der Transaktion gehört das Kunststoff-Geschäft zur Schweizer Unternehmensgruppe Conzzeta.
( Bild: Ottobock )
  • Ausbau des PUR-Kunststoffgeschäfts
  • Abschluss der Transaktion im zweiten Halbjahr 2017
  • Internationalisierung der Conzzeta-Gruppe
  • Otto Bock Holding konzentriert sich auf den Medtech-Sektor

Die verbindliche Vereinbarung haben beide Seiten am 20. Juli in Frankfurt am Main unterschrieben. Dies gab das Unternehmen heute im Rahmen einer Pressemeldung bekannt. Die Otto Bock Kunststoff erhält damit einen Eigentümer, der das PUR-Kunststoffgeschäft weltweit ausbauen wird. Conzzetas Geschäftsbereich Foam-Partner sei in diesem Bereich einer der führenden Anbieter, heißt es aus dem Hause Otto Bock. Der endgültige Abschluss der Transaktion werde im zweiten Halbjahr 2017 erwartet, vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehören. Zum Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Conzzeta-Gruppe möchte Umsatz verdoppeln

„Im Rahmen der strategischen Ausrichtung unserer Unternehmensgruppe kamen für uns nur Premiumpartner in Betracht, die das Kunststoffgeschäft kennen und nachhaltig ausbauen wollen – und so auch den Standort Duderstadt weiterentwickeln. Wir sind froh, mit Conzzeta den idealen, langfristig orientierten Käufer gefunden zu haben, und sind überzeugt, dass die Verbindung mit Foam-Partner auch im bestmöglichen Interesse der Mitarbeiter ist“, sagt Prof. Hans Georg Näder, Geschäftsführender Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung der Otto Bock Holding GmbH & Co. KG.

Michael Willome, CEO der Conzzeta Group mit mehr als 4.000 Mitarbeitern, kommentiert: „Die Transaktion ist ein weiterer konsequenter Schritt zur Internationalisierung der Conzzeta Gruppe; die Verbreiterung der Präsenz in Asien und Nordamerika eröffnet zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten. Mit dem weitgehend komplementären Produktportfolio von Otto Bock können wir den Umsatz von Foam-Partner beinahe verdoppeln und so unsere Marktposition deutlich stärken.“

Otto Bock Holding konzentriert sich auf den Medtech-Sektor

Bereits im Oktober 2016 hatte Hans Georg Näder angekündigt, strategische Optionen für die Kunststoffsparte zu prüfen. Das Tochterunternehmen erwirtschaftete im Jahr 2016 mit gut 430 Mitarbeitern rund 130 Mio. Euro Umsatz. Die Otto Bock Holding GmbH & Co. KG fokussiert sich zukünftig noch stärker auf den Medtech-Sektor. Erst im Juni hatte Ottobock eine langfristige Partnerschaft mit dem schwedischen Private Equity-Unternehmen EQT bekanntgegeben, die das Wachstum beflügeln soll.

Durch den Verkauf der Otto Bock Kunststoff, mit Hauptsitz im niedersächsischen Duderstadt, geht auch das im chinesischen Shanghai angesiedelte Joint Venture von Ottobock und Foam-Partner vollständig in den Besitz des Schweizer Unternehmens über, wodurch weiteres Wachstum möglich wird. Bislang haben beide Firmen 50 Prozent gehalten. Conzzeta übernimmt zudem die Produktionsstandorte Rochester Hills (USA) und Changzhou (China).

Ausgenommen von der Transaktion sind dagegen wie angekündigt die Geschäfte von Technogel und dem Start-up Matrazzo. Beide Firmen bleiben Bestandteil der Otto Bock Holding GmbH & Co. KG und werden strategisch weiterentwickelt. Die Otto Bock Kunststoff wurde vor 64 Jahren von Dr. Max Näder als Start-up in Duderstadt gegründet.

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