France

Additive Fertigung Nickelfreies Stahlpulver für medizinische Anwendungen

Redakteur: Dorothee Quitter

Die Deutschen Edelstahlwerke (DEW) haben mit Medidur ein nickelfreies austenitisches Stahlpulver entwickelt. Das unmagnetische und korrosionsbeständige Material wurde speziell für die additive Fertigung von Implantaten, Zahnersatz, Orthesen und Prothesen optimiert.

Firmen zum Thema

Verglichen mit dem Werkstoff 316L, soll Medidur eine deutlich höhere Härte und eine doppelt so hohe Streckgrenze wie Zugfestigkeit aufweisen.
Verglichen mit dem Werkstoff 316L, soll Medidur eine deutlich höhere Härte und eine doppelt so hohe Streckgrenze wie Zugfestigkeit aufweisen.
(Bild: DEW)

Durch die Verwendung von Mangan wurde bei dem neuen Spezialstahl auf Nickel verzichtet. Laut DEW kann das Metallpulver auf Laserschmelz-Anlagen mit typischen 316L-Verarbeitungsparametern gedruckt werden. Verglichen mit dem Standardstahl in der additiven Fertigung, dem Werkstoff 316L, weise Medidur eine deutlich höhere Härte und eine doppelt so hohe Streckgrenze wie Zugfestigkeit auf. Dadurch könnten medizinische Bauteile dünnwandiger bzw. kleiner zu konstruiert werden.

Ihre Meinung ist gefragt!

Wo steht die additive Fertigung heute?

(Bildquelle: VCG)

Wo setzen Sie additiv gefertigte Produkte ein?
Und wie sind Ihre Erfahrungen mit industriellem 3D-Druck?
Machen Sie bei unserer Umfrage mit und erhalten Sie eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Zusätzlich haben Sie die Chance einen 3D-Drucker im Wert von 299 Euro, Fachbücher oder einen Gutschein von shapeways.com zu gewinnen.
Jetzt teilnehmen!

Zusätzlich sei die Dauerschwingfestigkeit rund 30 Prozent höher. Nach eigenen Angaben bescheinige die hohe Pitting Resitance Equivalent Number (PREN) von 36 dem Werkstoff eine sehr gute Korrosionsbeständigkeit. So soll Medidur im gedruckten Zustand nach SEP 1877 Verfahren II (Prüfung zur Beständigkeit gegen Lochkorrosion) und nach ASTM G48 Methode E (Prüfung zur Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion) korrosionsbeständig sein. Die DEW produziert das neue Stahlpulver in seinem Werk in Krefeld. Hier wird eine gleichbleibend hohe Qualität durch die Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagementsysteme) und nach DIN ISO 13485 (Qualitätsmanagement Medizinprodukte) bescheinigt.

Weitere Artikel über OEM-Komponenten und Werkstoffe finden Sie in unserem Themenkanal Konstruktion.

(ID:47267300)