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Raumedic

Medizintechnikhersteller investiert eine Million Euro am Hauptsitz Helmbrechts

| Autor/ Redakteur: Kathrin Schäfer / Kathrin Schäfer

Ein modernes Kundencenter und noch bessere Arbeitsbedingungen für die Belegschaft will der Medizintechnikhersteller Raumedic schaffen.

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Hell, offen und modern – so wird sich der neue Eingangsbereich des Raumedic-Hauptsitzes in Helmbrechts in einigen Monaten präsentieren.
Hell, offen und modern – so wird sich der neue Eingangsbereich des Raumedic-Hauptsitzes in Helmbrechts in einigen Monaten präsentieren.
( Bild: Raumedic )
  • Kundencenter inklusive Gästelounge
  • Mustervitrinen präsentieren Kunststoffkomponenten für Medizintechnik und Pharma
  • Zeitplan: Umbau bis Mitte 2018

Im Januar haben am Firmenhauptsitz von Raumedic umfangreiche Baumaßnahmen begonnen, die das Unternehmen auf eine Million Euro beziffert. Das Samarium, das ältere der zwei Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Helmbrechts, ist Hauptaugenmerk der Modernisierungsarbeiten.

Raumedic passt seine Räumlichkeiten dem Unternehmenswachstum an

Dort sollen unter anderem ein barrierefreier Eingang, ein neuer, einladender Empfangsbereich und eine Besucherterrasse entstehen. „Erfreulicherweise wächst Raumedic immer weiter, da wird zeitweise der Platz für Besprechungen knapp“, erläutert Vorstand Martin Bayer die aktuelle Situation. Am Standort Helmbrechts beschäftigt das Unternehmen mittlerweile über 500 Mitarbeiter. In schallgedämmten, mit Bildschirmen ausgestatteten Besprechungsinseln im ersten und zweiten Obergeschoss des Samariums will man für sie künftig weitere Rückzugsmöglichkeiten bereitstellen.

Man saniere aber nicht nur, sondern erschaffe auch etwas Neues, heißt von Seiten des Unternehmens. So wird die ehemalige Kantine zu einem Kundencenter inklusive Gästelounge umgebaut. Erweiterbare Meeting-Räume mit Video-Konferenzsystemen sind ebenfalls geplant. Um die eigene Produktwelt für die Geschäftspartner erlebbarer zu machen, will Raumedic in Mustervitrinen Kunststoffkomponenten für unterschiedliche medizinische und pharmazeutische Anwendungsfelder präsentieren. Zusätzlich soll es im Kundencenter ein interaktives Informationsangebot geben. Für ausreichend Beleuchtung sorgen große Lichtdeckenelemente, für Schallschutz und ein behagliches Raumklima moderne Kühl-Heiz-Decken der Schwesterfirma Rehau.

Nachhaltigkeit spielt beim Raumedic-Umbau eine zentrale Rolle

Klare Strukturen und großzügige Glaselemente dominieren die künftige Gestaltung. „Uns ist aber nicht nur ein zeitgemäßes Erscheinungsbild wichtig, sondern auch der Punkt Nachhaltigkeit“, sagt Stefan Hohberger, verantwortlicher Projektleiter für den Umbau. Demzufolge würden überwiegend natürliche, recycelbare Werkstoffe verwendet, wie die geplanten Einbauelemente aus Eichenholz und der Bodenbelag aus Naturstein zeigten.

Der Umbau soll bis Jahresmitte dauern, kündigt der Projektleiter an. Weil auch der bisherige Haupteingang im Samarium betroffen ist, werde dieser bis voraussichtlich Juni ins neuere Gebäude verlagert. Das Samarium war im Jahr 2005 als das erste von zwei Firmengebäuden am Raumedic-Hauptsitz fertiggestellt worden. 2014 war Baustart für das danebenliegende Terbium, um dem Unternehmenswachstum Rechnung zu tragen.

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Module für die mobile Injektion

Auf Europas führender Fachmesse für pharmazeutische Verpackungen und Arzneimittelabgabe, der Pharmapack in Paris, haben die Besucher jüngst einen Eindruck erhalten, wie Raumedic individuelle Anforderungen in marktfähige Systemlösungen aus Polymeren umsetzt. Im Mittelpunkt standen Einwegmodule für mobile Medikamenteninjektionssysteme als Kernelement tragbarer Patch-Pumpen. Unter Reinraumbedingungen gemäß ISO-Klasse 7 fertigt Raumedic viele Komponenten für diese komplexen Einheiten und nutzt dabei unterschiedlichste Verfahren der Polymerverarbeitung: Silikon- und Zwei-Komponentenspritzguss sowie Coextrusion, um nur einige der beherrschten Technologien zu nennen. Die Expertise wird abgerundet durch Silikonisierungsverfahren, UV-Verklebung, Laserbeschriftung und die exakte Abstimmung aller Bauteile, sodass aus einer Vielzahl an Einzelkomponenten funktionsfähige Module für mobile Injektionssysteme entstehen.

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