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Citizen Machinery

Medizintechnikhersteller entdecken das Langdrehen

| Redakteur: Frauke Finus

Die in der präzisionserfahrenen Uhrenindustrie weit verbreiteten Langdrehautomaten entwickeln sich auch für Medizintechnikhersteller mehr und mehr zu einer interessanten Alternative gegenüber Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren. Mit ihnen lassen sich unterschiedlichste Präzisionsbauteile voll automatisiert in einem einzigen Arbeitsgang komplett bearbeiten.

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Gewindewirbeln für einen Zahnarztbohrer: Dank Langdreher besteht der Gehäusekopf nur noch aus zwei Teilen.
Gewindewirbeln für einen Zahnarztbohrer: Dank Langdreher besteht der Gehäusekopf nur noch aus zwei Teilen.
(Bild: Citizen)

Der kontinuierliche Kosten- und Wettbewerbsdruck sorgt dafür, dass auch in der Medizintechnik alternative Fertigungsverfahren an Bedeutung gewinnen. Dabei liegt die Messlatte hoch: Zum einen müssen hohe Präzisionsanforderungen erfüllt werden, zum anderen gilt es, deutlich effizienter zu fertigen und so die Stückkosten zu reduzieren. Bei exzellenten Ergebnissen minimieren Langdreher die Rüst- und Fertigungszeiten sowie die Personalkosten. Auch kleine und mittlere Losgrößen können mit den talentierten Alleskönnern flexibel und wirtschaftlich produziert werden.

Medizintechnik-Bauteile erinnern kaum noch Drehteile

Komplexe Medizintechnik-Bauteile, die auf Langdrehautomaten gefertigt werden, erinnern kaum noch an konventionelle Drehteile: Knochennägel, Knochenbohrer, gewinkelte Verbindungselemente für Zahnimplantate, chirurgische und zahnmedizinische Instrumente und selbst Griff und Kopf des gefürchteten Zahnarztbohrers. Bei Citizen, dem weltweit größten Anbieter für Langdrehmaschinen bis 32 mm, entwickelt ein branchenerfahrenes Engineering-Team am europäischen Technologiezentrum in Esslingen auf Basis der Cincom-Serienmaschinen kundenindividuelle Maschinenkonzepte und Fertigungsprogramme. Selbst Langdreh-Einsteiger können mit Hilfe der Experten ohne größere Vorkenntnisse innerhalb kürzester Zeit enorme Rationalisierungspotenziale erschließen. Bei vergleichsweise niedrigen Investitionskosten verschlanken Langdreher den Fertigungsprozess deutlich. Die Gesamtdurchlaufzeit der Werkstücke verkürzt sich enorm, die Flexibilität der Anwender steigt.

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Leistungsfähiger und flexibler Standardautomat

Mit der Cincom M16-VIII bietet Citizen einen hochflexiblen Langdrehautomaten, der für die Fertigung medizintechnischer Bauteile besonders geeignet ist. Er verfügt standardmäßig über je eine schnelle Haupt- und Abgreifspindel mit jeweils 12.000 U/min. Für die Bearbeitung stehen ein Vertikalhalter mit fünf Drehwerkzeugen und vier angetriebenen Werkzeugen (8.000 U/min) und jetzt zusätzlich mit einer B-Achse ein Revolver mit zehn Stationen für angetriebene Werkzeuge (8.000 U/min) und zusätzlich neun Werkzeugstationen für die Rückseitenbearbeitung zur Verfügung.

Komplexe Geometrien einfach fertigen

Zur Fertigung abgewinkelter Teile, wie sie häufig im Dentalbereich benötigt werden, können die Werkzeuge auf der M16-VIII mit der neuen B-Achse schräg gestellt werden.

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