France
Suchen

Linde Linde und Medlab kooperieren bei Optimierung des 3D-Drucks für medizinische Geräte

Redakteur: Alexander Stark

Linde kooperiert mit 3D Medlab bei der Forschung zur Optimierung des 3D-Drucks komplexer Strukturen für medizinische Geräte. Die Zusammenarbeit hat mit einer Forschung begonnen, in der die Optimierung der atmosphärischen Bedingungen im additiven Herstellungsprozess geprüft wird, um komplexe Gitterstrukturen für medizinische Geräte herzustellen.

Firma zum Thema

Gitterartige Strukturen könnten der Schlüssel für medizinische Geräte der Zukunft sein.
Gitterartige Strukturen könnten der Schlüssel für medizinische Geräte der Zukunft sein.
(Bild: 3D Medlab)
  • Komplexe, gitterartige Strukturen als Schlüssel zum Erfolg zukünftiger medizinischer Implantate
  • Industriegase tragen zu qualitativ hochwertigen, reproduzierbaren Produkten bei
  • Linde und 3D Medlab arbeiten zusammen, um optimale atmosphärische Lösungen zu testen

Die Zusammenarbeit zwischen Linde und 3D Medlab ist das erste Projekt seiner Art zur Entwicklung orthopädischer Geräte. Gitterartige, komplexe Komponenten sollen dabei menschliche Körperteile nachahmen. Diese können sich besser in die eigene Knochen- und Gewebestruktur des Patienten eingliedern, was zu weniger Abstoßungsreaktionen und schnelleren Heilungszeiten führt.

Additive Manufacturing kann die Produktion solcher Komponenten optimieren, indem sie eine hochwertige Wiederholbarkeit des Prozesses gewährleistet und weniger Nachbearbeitung nach dem Druck erfordert. Allerdings muss die Atmosphäre in der Druckkammer optimal und reproduzierbar sein. Atmosphärische Gase spielen eine grundlegende Rolle im Druckprozess, und alle Verunreinigungen, die in der Kammer verbleiben, können, selbst wenn sie einmal ausgespült wurden, eine nachteilige Auswirkung auf das hergestellte Teil haben. Außerdem können während des Produktionsprozesses entstehende Dämpfe auf dem Objekt verbleiben, was eine Reinigung nach der Produktion erforderlich macht.

Selbst extrem kleine Schwankungen des Sauerstoffgehalts können die mechanischen oder chemischen Eigenschaften sauerstoffempfindlicher Metalle – wie Titan- und Aluminiumlegierungen – beeinträchtigen und die Zusammensetzung des Endprodukts beeinflussen. Für die Forschungsversuche von Linde/3D Medlab ist die getestete Titanlegierung Ti-6AI-4V.

Die atmosphärischen Tests beinhalten ein neues Helium/Argon-Gasgemisch, das speziell von Linde für das Projekt entwickelt wurde, um den Prozess reibungsloser und sauberer zu gestalten, sowie den Einsatz von Lindes ADDvance O2 precision, einer Sauerstoffmess- und Analysetechnologie, um die optimale Gasmischung in der Druckkammer sicherzustellen. Zusammen mit der neuen Gasmischung soll ADDvance O2 precision 3D Medlab eine präzise, detaillierte Kontrolle über die Sauerstoffkonzentration und den Feuchtigkeitsgehalt in der Druckkammer ermöglichen.

Lesen Sie auch

Weitere Artikel über Auftragsfertigung und Fertigungseinrichtungen finden Sie in unserem Themenkanal Fertigung.

(ID:46943268)