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Life Sciences: „Ein Blockbuster-M&A-Jahr“

| Redakteur: Kathrin Schäfer

„Life-Science-Unternehmen nutzen ihre Liquidität, um ausgewählte therapeutische Bereiche durch M&A-Transaktionen zu stärken“, sagt Vir Lakshman, Leiter des Bereichs Chemie und Pharma bei KPMG in Deutschland.
„Life-Science-Unternehmen nutzen ihre Liquidität, um ausgewählte therapeutische Bereiche durch M&A-Transaktionen zu stärken“, sagt Vir Lakshman, Leiter des Bereichs Chemie und Pharma bei KPMG in Deutschland. (Bild: KPMG)

Die Zahl der angekündigten Fusionen und Übernahmen ist in den Branchen Life Sciences und Chemie im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr von 1.765 auf 1.893 gestiegen. Dies bedeutet ein Plus von 7 Prozent.

  • Transaktion zwischen Takeda Pharmaceutical Co. Ltd. und Shire plc
  • Life-Science-Unternehmen nutzen Liquidität
  • Procter & Gamble Co. kündigt 4,2 Mrd. US-Dollar-Übernahme des Consumer-Health-Business von Merck KGaA an

Das Transaktionsvolumen stieg im selben Zeitraum von 209 Mrd. US-Dollar auf 238 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 14 Prozent. Das Wachstum des Transaktionsvolumens ist insbesondere auf die 62,3-Mrd.-US-Dollar-Transaktion zwischen Takeda Pharmaceutical Co. Ltd. und Shire plc zurückzuführen. Die stärksten M&A-Aktivitäten sind in den USA und China zu verzeichnen. Das zeigt eine KPMG-Analyse, die auf Zahlen von Thomson Reuters beruht.

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„Wir befinden uns in einem Blockbuster-M&A-Jahr. Life-Science-Unternehmen nutzen ihre Liquidität, um ausgewählte therapeutische Bereiche durch M&A-Transaktionen zu stärken“, so die Einschätzung von Vir Lakshman. Lakshman ist Leiter des Bereichs Chemie und Pharma bei KPMG in Deutschland.

„Consumer Health“-Markt wird weiter konsolidiert

So hat beispielsweise Procter & Gamble Co. die 4,2 Mrd. US-Dollar-Übernahme des Consumer-Health-Business von Merck KGaA angekündigt. Damit könnte P&G seine Präsenz im OTC-Geschäft weiter ausbauen. GSK hat im ersten Quartal 2018 den 13-Mrd.-US-Dollar-Buyout des 36,5-prozentigen Anteils der Novartis AG an dem 2015 gemeinsam gegründeten Consumer Healthcare Joint Venture angekündigt. GSK erwartet bis 2022 operative Margen von über 20 Prozent in diesem Bereich.

Cannabis-Legalisierung treibt Übernahmen in Kanada an

Kanada hat seine Position als einer der Top-Akteure in M&A verteidigt. Insbesondere Transaktionen im Therapiegebiet von medizinischem Cannabis treiben die M&A-Aktivität an. Rund 40 Prozent aller angekündigten Life-Sciences-Transaktionen mit kanadischem Target finden sich in diesem Bereich. Ein Treiber dieser Entwicklung ist die Legalisierung, die im Oktober 2018 in Kraft tritt. Zwischen 2018 und 2020 ist eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 42 Prozent zu erwarten. Aurora Cannabis Inc. hat den 3,2 Mrd. Kanadische Dollar Kauf von Medreleaf Corp. einem durch Forschung und Entwicklung getriebenen Cannabis-Unternehmen angekündigt.

In Deutschland ist im März 2017 ein Gesetz in Kraft getreten, das Cannabis als Medizin in begründeten Einzelfällen zulässt. Die Versorgung erfolgt derzeit noch durch Importe. Jedoch ist für die Zukunft eine sogenannte Cannabisagentur geplant, die den Anbau von Cannabis für medizinische Zwecke in Deutschland steuern und kontrollieren soll.

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