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Conhit 2012 iPad, Apps und Co. für die klinische Dokumentation

Autor / Redakteur: Kathrin Schäfer / Jürgen Schreier

Wer im privaten Leben an iPad und Co. gewohnt ist, der möchte deren Technik auch im beruflichen Umfeld nicht mehr missen. Das gilt auch für medizinisches Personal in Krankenhäusern und Arztpraxen. Hiervon können sich Besucher auf der „Conhit 2012“ vom 24. bis 26. April in Berlin überzeugen.

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Die Healthcare-IT-Branche macht ernst mit der Mobilisierung der medizinischen Daten. Denn mobile Dokumentation kann dazu beitragen, dem Ziel vom papierlosen Krankenhaus ein gutes Stück näher zu kommen. In Deutschlands Krankenhäusern ist deshalb die mobile Visite auf dem Vormarsch. Mit gutem Grund: „Wenn Patienteninformationen mobil zur Verfügung stehen, verbessert das die Interaktion mit den Patienten. Es macht die Visite effektiver und trägt zur Prozessoptimierung bei“, betont Bernhard Calmer, Vorstandsvorsitzender des Bvitg - Bundesverband Gesundheits-IT. Der Bvitg hat die „Conhit“, die jährlich im Frühjahr die Healthcare IT-Branche in die Hauptstadt lockt, 2008 ins Leben gerufen.

„Wer mobile Szenarien plant, der muss den Bedarf genau analysieren, um die richtige Hardware-Entscheidung zu treffen“, so Andreas Kassner, Geschäftsführer der Servicegesellschaft VSG des Bvitg. Wurden bisher oft Laptops auf Visitenwagen geschraubt, wenn es darum ging, Patientendaten mobil verfügbar zu machen, geht der Trend mittlerweile zunehmend in Richtung Tablet-PC und Smartphone. Aber auch Computerterminals am Patientenbett, die nicht nur vom medizinischen Personal, sondern auch vom Patienten genutzt werden können, finden Interessenten.

Per App Zugriff auf Patientendaten

Über die praktische Ausgestaltung der mobilen klinischen Dokumentation können sich „Conhit“-Besucher in diesem Jahr an den Ständen zahlreicher Aussteller informieren. „Die meisten Hersteller von klinischen Informationssystemen können in diesem Bereich ganz konkrete Angebote machen“, so Calmer. Gute Erfahrungen mit einer iPad-basierten Visite haben beispielsweise die Unternehmen SAP und Siemens gemacht, die an der Charité Berlin eine iPad-App pilotiert haben, die jetzt breiteren Kundenkreisen zur Verfügung gestellt werden soll.

Die App verschafft den Ärzten Zugriff auf Patientendaten, die unter anderem im Klinikinformationssystem und im digitalen Archiv der Charité lagern. Die Reaktionen der Pilotärzte in der Neurologie der Charité waren extrem positiv: „Die Akzeptanz ist hervorragend. Wir haben zahlreiche Anfragen von anderen Stationen. Und die Ärzte sagen uns, dass sich speziell die Visite deutlich zum Besseren verändert hat“, sagt Projektleiter Hagen Hupperts vom Geschäftsbereich IT der Charité.

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