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Infotag: DICOM und Connectivity in der Medizintechnik aktueller denn je

| Redakteur: Peter Reinhardt

Mit dem Thema „Vernetzung und Standards in der Medizintechnik“ traf der erste Connectivity-Infotag von Softgate voll ins Schwarze. Denn der Bedarf an fundierten Erkenntnissen zu den medizinischen Standards HL7, DICOM, IHE und GDT steigt.

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Alexander Keerl, Director Software Development bei ARRI Medica, blickt auch auf die Anfänge zurück: „Sowohl die Implementierung der DICOM-Schnittstelle als auch deren Qualitätsmanagement waren mit Hilfe von DICOM connect sehr simpel und selbsterklärend.“
Alexander Keerl, Director Software Development bei ARRI Medica, blickt auch auf die Anfänge zurück: „Sowohl die Implementierung der DICOM-Schnittstelle als auch deren Qualitätsmanagement waren mit Hilfe von DICOM connect sehr simpel und selbsterklärend.“
(Bild: Softgate)
  • Stellenwert übergreifender Kommunikation zwischen Geräten im Krankenhaus steigt
  • IHE wird zu Ausschreibungskriterium
  • DICOM-Konformität durch geeignete Validierungsmaßnahmen belegen
  • Nächster Connectivity-Infotag im März 2020

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung war zu erkennen, dass in den Reihen der Gerätehersteller ein großer Wissenshunger herrscht. Aber dass die Veranstaltung am 15. Oktober in Erlangen schon vier vor Wochen vor dem Termin ausgebucht sein sollte und inzwischen sogar schon Anmeldungen für den nächsten Connectivity-Infotag im März 2020 vorliegen, hat dann doch auch das Team Medical Solutions beim Veranstalter Softgate überrascht.

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Vernetzung und Austausch von medizinischen Daten im Krankenhaus

Wie wichtig Standards sind, und welchen Stellenwert die übergreifende Kommunikation zwischen Geräten im Krankenhaus einnimmt, sollte inzwischen hinreichend bekannt sein. Dafür engagiert sich nicht zuletzt Softgate seit Jahren und schließt mit eigenen Produkten und Methoden die Lücken in der Bild- und Datenübertragung zwischen den verschiedenen Disziplinen.

Denn im Zeitalter der Digitalisierung und von Industrie 4.0 spielen Vernetzung und der Austausch von medizinischen Daten eine zunehmend wichtiger werdende Rolle. Infolgedessen steigt auch die Nachfrage nach fundierten Informationen über die medizinischen Standards HL7, DICOM, IHE und GDT. Die Teilnehmer des Infotages Connectivity kamen dementsprechend aus den Bereichen

  • IT-Systemintegration
  • Systemhaus
  • Komponentenzulieferung
  • Geräteherstellung

Fundamente der klinischen Vernetzung

Die Referenten konzentrierten sich derweil auf die Fundamente der klinischen Vernetzung und darauf, wie DICOM effizient implementiert werden kann. Alexander Keerl, Director Software Development bei ARRI Medica, zeigte in seinem Beitrag, wie das Arriscope als weltweit erstes volldigitales, hochauflösendes Operationsmikroskop für stereoskopische Betrachtungen die DICOM Anbindung von Softgate in der Praxis verwendet. Die Fragen der Teilnehmer zum Thema, wie aufwändig zum Beispiel die Implementierung war, beantwortete Keerl kurz und knapp: „Durch den Einsatz von DICOM connect konnte der Aufwand auf ein Minimum reduziert werden.“

Daran anknüpfend brachte Markus Sabin, Connectivity Consultant bei Softgate, den Teilnehmern die Vorteile von IHE näher. IHE (Integrating the Healthcare Enterprise) ist eine Initiative von Fachleuten des Gesundheitswesens mit dem Ziel, die Kommunikation zwischen verschiedenen IT-Systemen und Medizingeräten zu verbessern. „IHE schließt Definitionslücken in und zwischen Standards und unterstützt bei deren Interpretation“, erklärt Sabin und stellt ferner fest: „Zudem hilft IHE Anwendern bei der Umsetzung IT-gestützter Abläufe und wird deshalb zunehmend zu einem Kriterium in Ausschreibungen.“

Ein weiterer Aspekt der Veranstaltung war die Prüfung von bereits vorhandenen Schnittstellen. Dr. Dominique Töpfer, Software Engineer Medical Solutions bei Softgate, legte in seinem Vortrag großen Wert darauf, dass die DICOM-Konformität durch geeignete Validierungsmaßnahmen belegt werden sollte. Töpfer: „Da es kein vorgeschriebenes Validierungsschema für eine DICOM-Schnittstelle gibt, empfiehlt es sich, eine unabhängige Validierung zu beauftragen.“

Digitale Transformation im Gesundheitswesen bewegt alle

Zum Abschluss des stark technisch geprägten Tages wurde in einer 30-minütigen Coding Session noch gezeigt, wie einfach es mit den richtigen Methoden gelingt, DICOM nach Norm und Qualität zu implementieren. „Das hat vielen Teilnehmern noch ein entscheidendes Aha-Erlebnis gebracht“, ist der Veranstalter zufrieden, zumal sich Softgate auch über positive Teilnehmerresonanz auf den Feedbackbögen zur Veranstaltung freuen darf. Dort sei unter anderem zu lesen: „Top Niveau, sehr guter Überblick über den Umgang mit DICOM, sehr gelungene Veranstaltung, gerne öfters anbieten, sehr gute Erklärungen, sehr gute Organisation.“

Fazit: Mit dem Infotag zeigte Softgate, dass die digitale Transformation im Gesundheitswesen alle bewegt. Um auch im nächsten Jahr eine Plattform für Wissenstransfer und Gedankenaustausch zu bieten, laufen heute schon die Planungen für den nächsten Connectivity-Infotag im März 2020. Für diesen können sich Interessierte hier registrieren.

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