GC-Genius 2013

Ideen aus der Gesundheitstechnologie ausgezeichnet

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Als vierter von links freut sich Michael Hinkle, Lehrkraft an der FH Gesundheitsberufe Oberösterreich, über den Preis in der Kategorie Gesundheitseinrichtungen. Bei der eingereichten Idee wurde die Kontrast-Mittel-Applikation bei der Mehrschichtcomputertomographie im AKH Linz optimiert.
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Als vierter von links freut sich Michael Hinkle, Lehrkraft an der FH Gesundheitsberufe Oberösterreich, über den Preis in der Kategorie Gesundheitseinrichtungen. Bei der eingereichten Idee wurde die Kontrast-Mittel-Applikation bei der Mehrschichtcomputertomographie im AKH Linz optimiert. (Bild: Gesundheits-Cluster)

Am 25. September hat der Gesundheits-Cluster Oberösterreich Ideen aus der Gesundheitstechnologie mit dem GC-Genius ausgezeichnet. Unter den erstplatzierten: individualisierte Computertomographie, Frühdiagnostik von Krankheiten durch Atemproben sowie ein Verfahren zur Verbesserung der Diabetesdiagnostik.

Außerdem wurden ein mehrsprachiger Android-Patienten-Aufklärungsbogen sowie die Analyse von Naturstoffen im Hinblick auf ihre antibakterielle Wirkung prämiert. Ausgezeichnet wurden damit Innovationen aus den Bereichen Medizin-, Krankenhaus-, Reha-, Pflegetechnik und Life Sciences. „Mit dem GC-Genius unterstützen wir kreative Köpfe dabei, ihren Ideen eine Bühne zu geben und einer Fachjury zu präsentieren“, erklärt Cluster-Manager Philipp Wittmann. „Die Ideen bringen nicht nur den Unternehmen einen Mehrwert, sondern auch der Gesellschaft, denn letztendlich wirken sie sich positiv auf die Qualität und Sicherstellung in der Medizin- und Krankenhaustechnik aus“, ergänzt Wirtschaftslandesrat Dr. Michael Strugl.

Ein Gremium von Experten der Gesundheitstechnologie aus Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft hat Ideen in den fünf Kategorien Gesundheitseinrichtungen, Produktentwicklung, Forschung & Entwicklung, Schule sowie Schülerinnen & Schülern bewertet.

Gewinner in der Kategorie Gesundheitseinrichtungen

Gewinnerin in der Kategorie Gesundheitseinrichtungen ist die Individualisierte Computertomographie am AKH Linz, eingereicht von Michael Hinkle, Lehrkraft an der FH Gesundheitsberufe Oberösterreich. Denn das richtige Kontrastmittelmanagement bei der Mehrschichtcomputertomographie wird immer schwieriger und fehleranfälliger. Bei der eingereichten Idee wurde die Kontrast-Mittel-Applikation im AKH Linz erhoben und gemäß den neuen Anforderungen optimiert. Die Evaluierung hat gezeigt, dass bei gleichbleibender Bild- und Befundqualität eine Reduktion der Kontrastmittel möglich ist. Insgesamt wird durch die Einteilung in verschiedene Gewichtsklassen eine Individualisierung erreicht, von der speziell leichtere und normalgewichtigere Patienten profitieren. Zudem kann durch den geringeren Verbrauch eine Kosteneinsparung erreicht werden.

Gewinner in der Kategorie Produktentwicklung

Unter dem Motto „Pusten statt Pieksen“ verfolgt Vocsense die Idee, in einem nicht-invasiven Verfahren durch eine Atemprobe das Vorhandensein von Krankheiten wie Krebsgeschwüren frühzeitig zu diagnostizieren. Vocsense greift auf die Geruchserkennung zurück, in diesem Fall auf den Vocscanner, ein etabliertes Gerät in der Lebensmitteltechnologie. Dabei werden spezifische Krankheitsmuster in einer Atemprobe wiedererkannt; Krankheiten können so erkannt werden. Eingereicht wurde diese Idee von Dr. Roland Stangl, Geschäftsführer von Roland Stangl Innovations im bayerischen Moosburg.

Gewinner in der Kategorie Forschung und Entwicklung

Dr. Julian Weghuber, Mitarbeiter der FH Oberösterreich in Wels, hat sich mit einem Verfahren zur Verbesserung der Diabetesdiagnostik in der Kategorie F&E durchgesetzt. Diabetes stellt weltweit ein enormes Problem dar. Hoffnungen werden sowohl auf neue Medikamente als auch alternative Naturheilstoffe gesetzt. Diese Idee ist auf ein Mikroskopie-Verfahren zurückzuführen, mit welchem die Wirksamkeit von Insulin- ähnlichen Wirkstoffen effizient getestet werden kann.

Gewinner in der Kategorie Schule

Ein mehrsprachiger Android Patienten-Aufklärungsbogen für Tablet-PCs ist von Peter Anzenberger, Lehrkraft an der HTBLA Grieskirchen Medizininformatik, eingereicht worden. Die wesentliche Idee des multimedialen, mehrsprachigen Android Patienten-Aufklärungsbogens ist es, Ärzten und Patienten das Ausfüllen präoperativer Fragebögen zu erleichtern. Dadurch können oft bestehende Sprachbarrieren abgebaut und die Untersuchung erleichtert werden. Der Fragebogen kann beispielsweise auf Tablet-PCs ausgefüllt und durch eine Schnittstelle an das Datensystem des Arztes übermittelt werden.

Gewinner in der Kategorie Schülerinnen & Schüler

Last but not least ist Filipp Sokolovsky in der Kateogrie Schülerinnen & Schüler für die Analyse von Naturstoffen im Hinblick auf ihre antibakterielle Wirkung prämiert worden. Dies geschah im Rahmen einer Fachbereichsarbeit zur Matura. Dazu wurden körpereigene Bakterien von der Handoberfläche im Schullabor gezüchtet und in unterschiedlichen Verfahren mit den Naturstoffen Knoblauch, Honig, Weihrauch, Kren und Essig konfrontiert.

Kontakt:

Clusterland Oberösterreich GmbH

A-4020 Linz

www.gesundheits-cluster.at

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