3D-Druck / additive Fertigung

Hart und weich: Protolabs erweitert 3D-Druckservices um Polyjet-Technologie

| Redakteur: Peter Reinhardt

Schematische Darstellung des Polyjet-Verfahrens: X-Achse (1), Y-Achse (2), Z-Achse (3), Druckköpfe (4), UV-Lampe (5), Bauplattform (6) und gefertigtes Teil (7) mit gleichzeitig möglichen Hart- und Weichkomponenten.
Schematische Darstellung des Polyjet-Verfahrens: X-Achse (1), Y-Achse (2), Z-Achse (3), Druckköpfe (4), UV-Lampe (5), Bauplattform (6) und gefertigtes Teil (7) mit gleichzeitig möglichen Hart- und Weichkomponenten. (Bild: Protolabs)

Protolabs, einer der führenden onlinebasierter und mit modernster Technologie ausgestatteter Express-Hersteller von Prototypen und Kleinserienteilen, hat gestern die Aufnahme von Polyjet und 3D-Druck von Silikon in sein industrielles 3D-Druckserviceangebot für Europa bekanntgegeben.

  • Prototypen mit elastomeren Eigenschaften
  • Polyjet baut Hart- und Weichkomponenten schichtweise auf
  • Ideale Ergänzung bei der Entwicklung von 2K-Spritzgussteilen

Polyjet und Silikon-3D-Druck bietet Produktdesignern und -ingenieuren die Möglichkeit zur Herstellung von Prototypen mit elastomeren Eigenschaften. Damit stellt das Verfahren eine ideale Ergänzung in der Entwicklung von 2K-Spritzgussteilen dar, bevor Anwender in teure Werkzeuge investieren.

Erklär-Video: Die Möglichkeiten von industriellem 3D-Druck mit Polyjet

Fünf additive Technologien für alle Fälle

Produktentwickler können mit Polyjet mehrfarbige 3D-Druckteile fertigen lassen, die aus elastomeren und steifen Werkstoffen bestehen. Die Materialauswahl (Nicht ohne den richtigen Werkstoff) umfasst verschiedene Shore-A-Härtegrade für Anwendungen mit unterschiedlichen Anforderungen an die Haltbarkeit. Polyjet-Teile zeichnen sich durch glatte Oberflächen aus und können komplexe Geometrien mit biegsamen Merkmalen aufweisen.

„Die Erweiterung unserer Servicepalette um Polyjet und Silikon-3D-Druck zeugt von unserem Bestreben, unsere Fähigkeiten technologieunabhängig weiter auszubauen“, erklärt Daniel Cohn, als Geschäftsführer von Protolabs in Deutschland. „Wir halten es für wichtig, eine Vielfalt von Fertigungsoptionen anzubieten, damit unsere Kunden das für ihre Anwendung am besten geeignete Verfahren wählen können.“

Die Grafik zeigt das Ergebnis einer im Jahr 2017 weltweit durchgeführten Umfrage unter Herstellern von 3D-Druckern zu deren Verwendungszweck. Nur 7 noch Prozent der produzierten 3D-Drucker werden demnach für die Herstellung von Prototypen verwendet, 34 Prozent sind dagegen bereits für die Fertigung von Funktionsteilen im Einsatz.
Die Grafik zeigt das Ergebnis einer im Jahr 2017 weltweit durchgeführten Umfrage unter Herstellern von 3D-Druckern zu deren Verwendungszweck. Nur 7 noch Prozent der produzierten 3D-Drucker werden demnach für die Herstellung von Prototypen verwendet, 34 Prozent sind dagegen bereits für die Fertigung von Funktionsteilen im Einsatz. (Bild: ING-DiBa / Statista)

Wie bei anderen 3D-Druckverfahren werden Teile mit Polyjet schichtweise aufgebaut. Die Maschine spritzt Tröpfchen flüssiger Photopolymere auf die Bauplattform auf, die dann sofort mit UV gehärtet werden. Nach Aufbau des Teils werden die Stützstrukturen entfernt. Das Teil ist damit fertig und bedarf keiner weiteren Oberflächenbehandlung.

Die 3D-Druckservices von Protolabs umfassen nun fünf additive Technologien:

  • Stereolithographie
  • selektives Lasersintern
  • direktes Metall-Lasersintern
  • Multi Jet Fusion
  • Polyjet

Die urheberrechtlich geschützte Software und der digitale Fertigungsansatz des Unternehmens erlauben es Kunden, ihren Entwurf als 3D-CAD-Datei auf www.protolabs.de hochzuladen. „Sie erhalten dann sofort ein Angebot und haben ihre 3D-Druckteile innerhalb von Tagen in der Hand“, verspricht Protolabs.

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