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BVMed-Innovationkonferenz

Grundlagen medizintechnischen Fortschritts

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Firmen zum Thema

Die Assistenzsysteme für die individualisierte Chirurgie werden durch das Partnerprojekt „Fusion“ entwickelt. Dazu Bruch: „So eine komplexe Entwicklung geht nur über Exzellenzzentren oder Kooperationen mit geeigneten Partnern. Partnernetzwerke sind heute die beste Möglichkeit der Innovationsentwicklung.“ Die Finanzierung erfolge über öffentliche Mittel und die Industrie. Der nächste Schritt des Projekts sei eine prospektive multizentrische Pilotstudie zur perioperativen Evaluierung, die derzeit laufe.

Kooperation mit Fresenius

Prof. Dr. Dr. Enno Schmidt von der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie der Universitätsklinik Lübeck schildert die Produktentwicklung mit Anwendern am Beispiel der Immunadsorption beim Pemphigus. Zu Beginn der Entwicklung in Kooperation mit Fresenius stand eine erste prospektive Studie mit 23 schwer erkrankten Patienten. 2007 wurde zu einer Expertenrunde eingeladen, die Indikationen festlegte und Expertenempfehlungen aussprach. Die Vergütung erfolgt über ein Zusatzentgelt. In einem nächsten Schritt wird eine kontrollierte prospektive multizentrische Studie zur Effektivität und Verträglichkeit der Immunadsorption durchgeführt, die derzeit noch läuft.

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Unternehmensform des 21. Jahrhunderts

Dr. Thomas Feigl, Geschäftsführer des Forums MedTech Pharma von Bayern Innovativ in Nürnberg, zitiert zu Beginn John Naisbitt aus dem Jahre 1982: „Netzwerke und Kooperationen sind die Unternehmensform des 21. Jahrhunderts.“ In der Medizintechnik sei man hier auf einem guten Weg. Wie kaum ein anderes Technologiefeld sei diese Branche dadurch gekennzeichnet, dass Innovationen das interdisziplinär erarbeitete Ergebnis mehrerer Technologien und Wissenschaften sind. Als Beispiel aus der Praxis nennt Feigl das gemeinnützige, interdisziplinäre Forum-MedTech-Pharma, das bereits 1998 gegründet wurde. Ziel ist es, durch Innovation zu Effizienzsteigerung, Qualitätssicherung und kontinuierlicher Verbesserung der Versorgung beizutragen, durch zukunftsweisende Technologien Wachstumspotenziale weiter zu entwickeln und High-Tech-Arbeitsplätze zu sichern.

Erfolgreiche Kommerzialisierung

„Erfolgreiche Kommerzialisierung technologischer Innovation erfordert unternehmerisches Talent und hinreichend Kapital“, geht Thom Rasche, Partner bei Earlybird Venture Capital in Hamburg auf Aspekte abseits der Technik ein. Es mangele in Deutschland nicht an guten Ideen zu Produkt- und Prozessinnovationen. Defizite gebe es eher beim Geschäftsplan zur Umsetzung der Idee sowie an der Finanzierung bis hin zur Marktreife. „In Deutschland gibt es beispielsweise in der medizinischen Forschung keine unternehmerische Kultur und damit einhergehend Unternehmensgründungen wie in den USA“, so Rasche.

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