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Umfrageergebnisse Dezentrale Studien bieten wertvolle Vorteile, doch Einführung läuft schleppend

Quelle: Pressemitteilung

Das Software-Unternehmen Climedo Health hat die Ergebnisse seiner Umfrage zu dezentralen klinischen Studien (DCTs) veröffentlicht. Die Auswertung zeigt, dass Unternehmen mit DCTs bereits zahlreiche Vorteile erleben. Diejenigen, die noch nicht mit DCTs arbeiten, werden vor allem durch mangelnde Erfahrung und fehlendes Personal von der Umsetzung abgehalten.

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Zwei Drittel der Umfrage-Teilnehmer von Climedo Health hatten bisher keine Erfahrung mit dezentralen klinischen Studien, während ein Drittel mit dezentralen Elementen gearbeitet hatte oder sogar regelmäßig DCTs durchführte. (Symbolbild)
Zwei Drittel der Umfrage-Teilnehmer von Climedo Health hatten bisher keine Erfahrung mit dezentralen klinischen Studien, während ein Drittel mit dezentralen Elementen gearbeitet hatte oder sogar regelmäßig DCTs durchführte. (Symbolbild)
(Bild: Climedo Health)

An der im Herbst 2021 gestarteten Umfrage zu dezentralen klinischen Studien (engl. Decentralized Clinical Trials/DCTs) von Climedo Health nahmen insgesamt 108 Unternehmen teil. Vertreten waren vor allem Pharmaunternehmen, Medizinproduktehersteller und Auftragsforschungsinstitute. Mehr als 80 Prozent stammten aus Europa, 15 Prozent aus Nordamerika und einige aus Asien und Afrika. Die Hauptverantwortung der Befragten lag in den Bereichen Clinical Operations, Regulatory Affairs und Clinical Affairs. Zwei Drittel hatten bisher keine Erfahrung mit DCTs, während ein Drittel mit dezentralen Elementen gearbeitet hatte oder sogar regelmäßig DCTs durchführte.

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Unter den Befragten mit DCT-Erfahrung wurde folgendes festgestellt:

  • DCT-Erfahrung: Mehr als die Hälfte arbeitet seit ein bis drei Jahren mit DCTs.
  • Grad der Dezentralisierung: Fast 80 Prozent arbeiten mit Hybrid-Studien, während 18 Prozent vollständig dezentralisierte Studien durchführen.
  • Studiendesigns: 45 Prozent nutzen DCTs sowohl für interventionelle als auch für nicht-interventionelle Studien (NIS).
  • Technologien: Die am häufigsten verwendeten Technologien sind E-COA (Elektronische Clinical Outcome Assessments)/E-PRO (Patient Reported Outcomes) (70 Prozent), mobile Apps (53 Prozent) und Telemedizin (40 Prozent).
  • Nutzen: 45 Prozent profitieren von Zeitersparnissen und einer verbesserten Datenqualität, während 38 Prozent mithilfe von DCTs Kosten einsparen konnten. 35 Prozent haben eine verbesserte Patienten- bzw. Zentrenbindung erzielt.
  • Ausmaß der Vorteile: Im Durchschnitt wurden Kosteneinsparungen von 30 Prozent und Zeiteinsparungen von 39 Prozent genannt, während sich die Datenqualität um 41 Prozent, die Zentren- bzw. Patientenrekrutierung um 43 Prozent und die Zentren- bzw. Patientenbindung um 32 Prozent verbessert hat.
  • Förderung der DCT-Einführung: 83 Prozent glauben, dass wir „mehr Offenheit gegenüber digitalen Technologien“ brauchen, um DCTs zu fördern.
  • Blick in die Zukunft: 100 Prozent sind sich einig, dass DCTs auf Dauer Bestand haben werden.

Unter den Befragten ohne DCT-Erfahrung wurde folgendes festgestellt:

  • Herausforderungen bei traditionellen klinischen Studien (TCTs): Die Mehrheit der Unternehmen kämpft bei ihren TCTs mit hohen Kosten (58 Prozent), Personalmangel (49 Prozent) und Zeitmangel (42 Prozent).
  • Hürden bei der DCT-Einführung: Personalmangel (29 Prozent), regulatorische Hürden (19 Prozent), fehlende Anbieter bzw. Tools (19 Prozent) und Studien, die nicht dezentralisiert werden können (19 Prozent), halten Unternehmen vom DCT-Einsatz ab.
  • Wahrnehmung der DCT-Vorteile: Etwa die Hälfte glaubt, dass sie mit DCTs Kosteneinsparungen, eine verbesserte Zentren- bzw. Patientenrekrutierung sowie Zeiteinsparungen erzielen können.
  • Förderung der DCT-Einführung: 64 Prozent sind der Meinung, dass wir mehr Bewusstsein über die Vorteile von DCTs benötigen, um deren Akzeptanz zu fördern.
  • Potenzial von DCTs: Rund 80 Prozent bewerten die Relevanz von DCTs auf einer Skala von eins („nicht relevant“) bis fünf („sehr relevant“) mit drei oder mehr.
  • Blick in die Zukunft: 26 Prozent planen, DCTs in den nächsten drei Jahren einzuführen, während sich 64 Prozent noch unsicher sind.

„Wir freuen uns, dass so viele Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Regionen an unserer Umfrage teilgenommen haben und dass ein Drittel von ihnen bereits aktiv dezentrale Lösungen für ihre Studien einsetzt“, so Veronika Schweighart, Mitgründerin und Mitglied der Geschäftsführung bei Climedo Health. „Insbesondere fiel mir auf, dass 64 Prozent der Unternehmen ohne DCT-Erfahrung glaubten, dass wir mehr Bewusstsein für die Vorteile dieses Studientyps brauchen, um die Einführung zu fördern. Unsere Umfrage liefert darauf eigentlich die perfekte Antwort: Unternehmen, die DCTs einsetzen, profitieren von erheblichen Zeit- und Kosteneinsparungen, einer verbesserten Datenqualität sowie einer verbesserten Patienten- bzw. Zentrenbindung. Erfreulich ist auch, dass fast ein Drittel derjenigen, die noch keine DCTs einsetzen, dies in den kommenden Jahren vorhaben. Wichtig finde ich hierbei, DCTs nicht als ‚Alles-oder-nichts‘-Lösung zu betrachten: Hybrid-Studien waren unter unseren Befragten sehr verbreitet und bieten eine gute Möglichkeit, sich schrittweise an DCTs heranzutasten. Da viele die ‚fehlenden Kenntnisse oder Erfahrungen‘ als größte Hürde nannten, empfehlen wir auf jeden Fall die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Digitalisierungspartner, um den Einstieg zu schaffen und traditionelle Studien auf die nächste Stufe zu heben.“

Die Umfrageergebnisse sind ab sofort hier abrufbar.

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