Unitronic

Der weltweit kleinste elektrochemische CO-Sensor

| Redakteur: Peter Reinhardt

Der laut Herstellerangaben weltweit kleinste elektrochemische CO-Sensor detektiert zuverlässig Kohlenmonoxid.
Der laut Herstellerangaben weltweit kleinste elektrochemische CO-Sensor detektiert zuverlässig Kohlenmonoxid. (Bild: Unitronic)

Konstrukteure dürften aufhorchen, wenn sie über den weltweit kleinsten elektrochemischen Sensor für Kohlenmonoxid lesen. Dieser ist nicht nur besonders klein, er arbeitet auch besonders schnell und ist dank seiner Langzeitstabilität wartungsfrei. Nicht zuletzt lässt er sich sehr leicht implementieren.

  • Verzicht auf Wasserspeicher reduziert die Baugröße gegenüber dem Vorgängermodell um 90 Prozent
  • Messwerte am Sensorausgang verhalten sich linear zur Gaskonzentration
  • Stromverbrauch der erforderlichen Auswertelektronik fällt mit wenigen µA extrem gering aus

Unitronic, Entwicklungsdienstleister aus Düsseldorf und Mitglied des schwedischen Technologiekonzerns Lagercrantz Group, präsentiert auf der Messe Sensor+Test 2017 mit dem TGS 5141 von Figaro Engineering den weltweit kleinsten elektrochemischen Sensor für Kohlenmonoxid. Der hochempfindliche CO-Sensor ist nicht nur sehr empfindlich, schnell und aufgrund seiner Langzeitstabilität wartungsfrei, sondern lässt sich auch sehr leicht implementieren.

Die ausgezeichnete Stabilität und hohe Empfindlichkeit des Figaro-Sensors ermöglicht die Konstruktion von langlebigen und wartungsfreien Gasdetektoren. Figaro-Gassensoren fanden zunächst in Gaswarngeräten, der Medizintechnik sowie Mess- und Regelungsgeräten Verwendung. Später kamen Atemalkoholmessgeräte, Sensoren zur Kontrolle des Kochvorgangs in Mikrowellengeräten, in Lüftungssteuerungen sowie zur allgemeinen Messung der Luftqualität in Gebäuden und Fahrzeugen hinzu.

Erster CO-Sensor ganz ohne Wasserspeicher

Laut Anbieter ist der TGS 5141 mit 14 mm Durchmesser und 5 mm Höhe der weltweit kleinste elektrochemische CO-Sensor. Dank Verwendung eines neuen, einzigartigen Elektrolyten kommt der CO-Sensor erstmals ganz ohne Wasserspeicher aus, wodurch sich die Baugröße gegenüber dem Vorgängermodell TGS 5042 um rund 90 Prozent und das Gewicht auf nur noch 2,5 g verringert.

Die durchschnittliche Lebenserwartung des für batteriebetriebene Detektoren geeigneten, preislich im Bereich herkömmlicher MOS-Sensoren angesiedelten CO-Sensors liegt bei über zehn Jahren. Der UL-zertifizierte TGS 5141 zeichnet sich zudem durch eine sehr hohe Langzeitstabilität und CO-Selektivität aus. Der typische Messbereich reicht von 0 bis 10.000 ppm, die Ansprechzeit beträgt weniger als 60 s. Dabei verhalten sich die Messwerte am Sensorausgang jeweils linear zur Gaskonzentration.

Wartungsfreier Betrieb durch eigene Energieerzeugung

Da der TGS 5141 die für den Betrieb benötigte Energie selbst erzeugt und der Stromverbrauch der zusätzlich benötigten Auswertelektronik mit wenigen µA extrem gering ausfällt, ist ein praktisch wartungsfreier Betrieb sichergestellt. Der Sensor kann im Temperaturbereich von -10°C bis +50 °C uneingeschränkt eingesetzt werden. Wie schon seine Vorgängermodelle ist auch der TGS 5141 mit individuellen Empfindlichkeitsdaten ausgestattet. Beim Einbau ist somit keine weitere Kalibrierung nötig.

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