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Brexit

Der EU-Austritt Großbritanniens trifft die deutsche Medtech-Industrie

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Mit welchen Auswirkungen müssen Medizintechnikfirmen jetzt rechnen?

Während die Reaktionen von Medizintechnikfirmen also je nach Betroffenheitsgrad variieren, geben Branchenverbände bereits erste Einschätzungen, können Risiken für die Branche benennen. „Der Brexit hat zu einer Verunsicherung der Märkte geführt, unklar ist zudem, wie lange die Hängepartie anhalten wird. Dies alles wird sich negativ auf das Konjunkturklima insbesondere in Europa auswirken. Auch wenn ein Austritt Großbritanniens aus der EU angesichts der Vorhersagen nicht unwahrscheinlich war, hat das Ergebnis dennoch überrascht – auch uns. Wir hatten bis zuletzt auf einen anderen Ausgang des Referendums gehofft“, beschreibt Spectaris-Geschäftsführer Dr. Tobias Weiler die aktuelle Stimmungslage.

Weiler sieht negative Effekte auf das reale Bruttoinlandsprodukt und damit verbunden eine schwächere Investitionstätigkeit im Gesundheitswesen auf Großbritannien zukommen. „Auf globaler Ebene schwäche der Brexit die Verhandlungsposition der EU gegenüber Dritten, wie zum Beispiel in Sachen TTIP gegenüber den USA“, so Weiler weiter. Im globalen Wettbewerb seien stabile Gemeinschaften und gut funktionierender Binnenmärkte ohne Handelshemmnisse wichtiger denn je.

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Inwiefern sind die Mitgliedsfirmen von Spectaris vom Brexit betroffen? „Es ist wahrscheinlich, dass sich der Brexit negativ auf das Konjunkturklima und die Investitionstätigkeit in Großbritannien und darüber hinaus auswirken wird. Davon wären nahezu alle unsere Mitgliedsunternehmen betroffen. Nicht nur für die Medizintechnik, auch für die anderen von Spectaris vertretenen Branchen zählt das Vereinigte Königreich zu den wichtigsten Handelspartnern. Daneben ist insbesondere bei den Herstellern, die eine eigene Fertigung in Großbritannien betreiben, eine Verunsicherung zu beobachten. Unklar sind beispielsweise die arbeitsrechtlichen Folgen und in welchem Ausmaß die neuen Rahmenbedingungen zu Mehrkosten führen werden.“ Weilers Fazit: „Wir hoffen zumindest auf das Modell Norwegen, also den Verbleib Großbritanniens im Europäischen Wirtschaftsraum. Auch dann wird es aber noch viele Fragen geben, nicht zuletzt in Hinblick auf das Thema Solidarität.“

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