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Spinnenseide Brustimplantate zeigen weniger Nebeneffekte

| Redakteur: Peter Reinhardt

Schon seit Tausenden von Jahren fasziniert Spinnenseide die Menschheit. Sie vereint üblicherweise gegensätzliche Eigenschaften wie Festigkeit und Elastizität und ist zudem vollkommen biokompatibel. Eine auf Spinnenseide basierende Beschichtung für Silikon-Brustimplantate soll nun Nebeneffekte vermindern, die durch Immunreaktionen auf die Implantate entstehen.

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In einer Studie konnte jetzt die Effizienz der Beschichtung „BioShield-S1“ nachgewiesen werden: Die Kapseln um die seidenbeschichteten Implantate waren dünner, flexibler und durchsichtiger, kombiniert mit einer deutlichen Reduzierung der Entzündungsmarker
In einer Studie konnte jetzt die Effizienz der Beschichtung „BioShield-S1“ nachgewiesen werden: Die Kapseln um die seidenbeschichteten Implantate waren dünner, flexibler und durchsichtiger, kombiniert mit einer deutlichen Reduzierung der Entzündungsmarker
(Bild: Amsilk)

Gemeinsam mit der Universität Bayreuth und der Klinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie der Universität Würzburg durchgeführte Präklinische Studien veranschaulichen die Effizienz der Beschichtung „BioShield-S1“. Ein erster Test an Ratten hatte bereits gezeigt, dass beschichtete, texturierte Silikonimplantate viel besser akzeptiert werden als Implantate ohne Beschichtung. Insbesondere Kapselfibrosen und Entzündungen an der Gewebegrenze zu den seidenbeschichteten Implantaten konnten signifikant reduziert werden.

Die Kapselbildung um das Implantat wird verändert

Eine nachfolgende einjährige Studie bestätigt diese Ergebnisse und wurde 2012 beendet. Die Resultate werden demnächst veröffentlicht. In dieser zweiten Studie konnte nachgewiesen werden, dass die Kapselbildung um das Implantat sich deutlich von der bei den Kontrollen unterscheidet: Die Kapseln um die seidenbeschichteten Implantate waren dünner, flexibler und durchsichtiger, kombiniert mit einer deutlichen Reduzierung der Entzündungsmarker.

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Einige Entzündungsmarker sowie die Anreicherung mit Fibroblasten lagen sogar noch zwölf Monate nach dem Eingriff auf einem niedrigeren Niveau als in der Vergleichsgruppe ohne Beschichtung mit Spinenseide. „Diese neue Technologie bietet eine effektive Möglichkeit, Implantate weiter zu verbessern und kann für fast alle Produkte auf Silikonbasis verwendet werden“, so der Chirurg Dr. Philip Zeplin, der die Studie durchführte.

Jedes Silikonimplantat kann beschichtet werden

„BioShield-S1“ besteht aus einer dünnen Schicht rekombinanter Spinnenseideproteine, welche von Amsilk hergestellt werden. Auf diese Weise wird dem Immunsystem eine biologisch verträgliche Oberfläche angeboten. Diese neue Technologie nimmt eine Vielzahl an Problemen in Angriff, die mit Silikonimplantaten zusammenhängen,: Mehr als 10 Prozent aller Frauen, die sich beispielsweise nach Brustkrebs einer rekonstruktiven Brustoperation unterziehen, erleiden Schmerzen, Entzündungen oder Deformationen der Brust, weil sich die um die Silikonimplantate gebildete Kapsel zusammenzieht. Zwischen 2,4 und 4,6 Prozent der Frauen, die solche Implantate aus rein ästhetischen Gründen erhalten, stehen innerhalb von sechs Jahren vor denselben Problemen. Die Komplikationsrate von Implantaten wird mit der Zeit sogar noch größer.

Jedes Silikonimplantat kann nach der Herstellung und vor der Verpackung und Sterilisation, beschichtet werden. Die mechanischen Eigenschaften des Implantates werden dadurch nicht verändert. Andere chirurgische Anwendungen sollen getestet werden.

Kontakt:

Amsilk GmbH

D-82152 Planegg/Martinsried

www.amsilk.com

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