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Fertigungspartnerschaft 3D-Druck medizinischer Modelle

Redakteur: Alina Hailer

Ein Fertigungsabkommen zwischen Armor-Bionics und Shapeways soll die chirurgische Vorplanung verbessern. Die medizinischen 3D-Modelle sollen dazu beitragen, Operationszeiten und Krankenhausaufenthalte zu verkürzen und Komplikationen zu vermeiden.

Additiv gefertigte Modelle wie dieses 3D-Herz können dazu beitragen, mögliche Komplikationen während einer OP vorherzusehen und damit zu vermeiden.
Additiv gefertigte Modelle wie dieses 3D-Herz können dazu beitragen, mögliche Komplikationen während einer OP vorherzusehen und damit zu vermeiden.
(Bild: Business Wire)

Shapeways, ein amerikanischer 3D-Druck-Dienstleister, hat mit Armor-Bionics, einem Spezialisten für Bildsegmentierung und medizinische 3D-Modellierung, einen Vertrag als exklusiver 3D-Druck-Lieferant geschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung wird Shapeways Armor-Bionics mit bestimmten medizinischen Modellen aus dem 3D-Drucker beliefern, von denen erwartet wird, dass sie die Verfahren zur Vorplanung von Operationen verändern werden.

Chirurgische Vorplanung hilft bei der Vermeidung von Komplikationen

Die personalisierten Modelle werden auf der Grundlage von CT- und MRT-Scans erstellt und ermöglichen Diagnose und Behandlung sowie die chirurgische Planung und lebensrettende Eingriffe. Zu den Vorteilen gehören eine kürzere Verweildauer im Operationssaal, kürzere Erholungszeiten für die Patienten und eine bessere Fähigkeit der Chirurgen, mögliche Komplikationen während eines Eingriffs vorherzusehen.

Armor-Bionics, dessen Kernkompetenz im Industriedesign und in der 3D-Modellierung liegt, hat sich auf die Entwicklung medizinischer Modelle und das Angebot biotechnologischer Lösungen spezialisiert. Das Ziel ist es, die Technologie jedem Krankenhaus auf der Welt zur Verfügung zu stellen. Die Umwandlung der 2D-Scans in ein 3D-Design und dessen weltweiten Vertrieb wird nun Shapeways überlassen.

Das erste Modell von Shapeways sei dabei laut Bruno Demuro, CEO von Armor-Bionics, absolut perfekt gewesen. Das sei sehr wichtig bei dieser Anwendung, das es bei den Verfahren für diese Technik keinen Spielraum für Fehler gebe.

3D-gedruckte medizinische Modelle sind vor allem bei heiklen Eingriffen von Nutzen. So können Chirurgen beispielsweise bei Wirbelsäulenoperationen aufgrund der Planung am physischen Modell kleinere Einschnitte vornehmen, was zu geringeren Blutungen und kürzeren Genesungszeiten führt. Das liegt daran, dass die Ärzte durch die Betrachtung der physischen Modelle im Voraus den Eingriff planen, anpassen und üben können.

Weitere Expansion geplant

Mit einer Fertigungspartnerschaft ist es Armor-Bionics zudem möglich, viele geografische Standorte zu erreichen. Die Niederlassungen von Shapeways in den USA und Europa bieten Armor-Bionics Zugang zu den lokalen Märkten. Die Expansion in diese Gebiete sei bereits geplant. So können zudem auch schnelle Lieferungen mit hoher Qualität gewährleistet werden.

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