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Messe Düsseldorf

Zukunftstechnologien: additive Fertigung, Lösungen mit Licht und vieles mehr auf der Compamed

| Autor: Peter Reinhardt

Nach einem gut besuchten ersten Messetag zeigt die Compamed 2018 auch an den folgenden drei Tagen Technologien für die Zukunft.

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Hinschauen, zuhören und diskutieren. An den Ständen der rund 800 Aussteller auf der Compamed 2018 gibt es viel zu entdecken und zu besprechen.
Hinschauen, zuhören und diskutieren. An den Ständen der rund 800 Aussteller auf der Compamed 2018 gibt es viel zu entdecken und zu besprechen.
(Bild: ctillmann / Messe Düsseldorf)
  • Riegler zeigt additive Fertigung und Virtual Reality
  • Innovative Glasfasertechnologie von Schott
  • Wundauflagen zur Behandlung chronisch venöser Beingeschwüre

Beispielhaft dafür steht Riegler in Halle 8b. Der Kunststoffverarbeiter setzt dafür konsequent auf neue Technologien. Ohne die klassische Fertigung zu vernachlässigen, wird hier deutlich, wie additive Fertigung und Virtual Reality heute schon genutzt werden. Die VR-Brille aufgesetzt, können sich Besucher frei durch zwei neue Reinräume am Standort Mühltal bewegen. Gut angenommen werden indes die zur vergangenen Compamed vorgestellten Angebote in Sachen additiver Fertigung. Dazu Jens Christoph, kaufmännischer Leiter: „Gerade diejenigen ohne technische Ausbildung wissen zu schätzen, wenn sie binnen kürzester Zeit den Prototyp eines neuen Produktes im wahrsten Sinne begreifen können.“

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Stereolithographie kann auch filigran

Stereolithographie – also die Aushärtung mittels Laserlicht – ist dafür das Verfahren der Wahl bei Riegler. Erstmals in Europa präsentiert derweil Proto Labs mit Microfine Green eine Weiterentwicklung der Stereolithographie, mit der sich extrem dünnwandige und filigrane Teile wie zum Beispiel Mikrodüsen herstellen lassen. „Verwendet wird dazu ein Material, das den Eigenschaften von ABS sehr ähnlich ist“, erklärt dazu Senior Marketing Manager Tobias Fischer. Ziel ist, mit den Möglichkeiten der digitalen Fabrik die Produktentwicklung zu beschleunigen.

Mit Side-Light-Glasfasertechnologie gegen Arterienverkalkung

Der hohe Stellenwert der Compamed wird am Beispiel von Schott deutlich. Die Messe in Düsseldorf ist neben der Photonics West in San Francisco die einzig verbliebene Messepräsenz, auf der Neuheiten für die Medizintechnik gezeigt werden. Dieses Jahr gibt es unter anderem die einzigartige Side-Light-Glasfasertechnologie zu sehen, mit der seitlich abstrahlendes Laserlicht zur Entfernung von arteriellen Verkalkungen genutzt werden kann. Der Technologiekonzern agiert hier als Full-Service-Partner und fertigt ausgehend von der optischen Kernkompetenz das komplette Medical Device entsprechend den gegebenen Richtlinien.

Weiteres Highlight am Stand von Schott ist die punktgenaue Medikamentenaktivierung mittels faseroptischer Nadel. Die dadurch mögliche Fototherapie ist wesentlich schonender für entsprechend behandelte Patienten.

Neue Materialien zum Wohle der Patienten

Das Wohl der Patienten hat auch Freudenberg Performance Materials im Blick. „Wir zeigen in Halle 8b unter anderem eine überlegene Komponente für Wundauflagen zur Behandlung chronisch venöser Beingeschwüre“, so der Aussteller. Der innovative MDI-basierte PU-Schaum nehme Wundflüssigkeiten wesentlich schneller auf, habe ein deutlich höheres Rückhaltevermögen und eine wesentlich höhere Festigkeit.

Compamed-Aussteller zeigen zunehmend Produktionstechnik

Darüber hinaus zeigen die rund 800 Aussteller der Compamed 2018 nicht nur ein breites Spektrum an Werkstoffen, Komponenten, Baugruppen und Systemen für moderne Medizintechnik, zunehmend gibt es auch Neues in Sachen der erforderlichen Produktionstechnik zu sehen.

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