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Xing-Umfrage: 73 Prozent erwarten Versorgungsengpässe infolge der MDR

| Autor: Peter Reinhardt

Was Medizintechnikverbände schon seit langem zu bedenken geben, wird inzwischen auch im politischen Berlin erkannt: Als Folge der Probleme bei Umsetzung der Medical Device Regulation (MDR) hält die Bundesregierung Engpässe bei Medizinprodukten für möglich. Dazu haben die Mitglieder bei Xing eine klare Meinung.

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Xing-Frage der Woche: Panikmache oder richtige Reaktion auf drohende Versorgungsengpässe?
Xing-Frage der Woche: Panikmache oder richtige Reaktion auf drohende Versorgungsengpässe?
(Bild: Xing)
  • Spahn bringt längere Übergangszeit bei chirurgischen Instrumenten ins Gespräch
  • Kommt es zu pragmatischen Lösungen?
  • Neue Xing-Umfrage zur Zusammenlegung von BfArM und DIMDI

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordert daher gemeinsam mit 19 weiteren Staaten eine zeitnahe Lösung. Denn: Bundesregierung hält Engpässe bei Medizinprodukten für möglich (DeviceMed hat berichtet). Spahn denke dabei zum Beispiel an eine längere Übergangszeit für die Umsetzung der MDR bei chirurgischen Instrumenten, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Denn viele Hersteller könnten ihre Produkte derzeit nicht prüfen lassen, weil die EU-Kommission zunächst alle Prüfstellen unter die Lupe nimmt.

Das sagen die Mitglieder der Xing-Community Medizintechnik

In der Xing-Community Medizintechnik wurde daher vergangene Woche gefragt, ob das Panikmache oder die richtige Reaktion auf drohende Versorgungsengpässe sei. Demnach rechnen 73 Prozent der teilnehmenden Xing-Mitglieder tatsächlich mit Versorgungsengpässen.

Neben den nackten Zahlen der nicht repräsentativen Umfrage mit 48 Teilnehmern sind vor allem deren Kommentare interessant. Hier wird einerseits von eklatanten, unzumutbaren Engpässen bei Benannten Stellen gesprochen, infolge derer kleine und mittlere Unternehmen das Nachsehen haben. Andererseits wird eine pragmatische Lösung erwartet, denn Zeit hätten die Hersteller seit 2017 genügend gehabt – und das Beste komme bekanntlich zum Schluss. Die Umfrage ist zwar abgeschlossen, aber die Diskussion ist weiterhin offen.

Als aktuelle Frage der Woche geht es um die Ankündigung, das BfArM und das DIMDI zusammenzulegen. Könnte ein gemeinsames Institut könnte Synergieeffekte nutzen oder sollen BfArM und DIMDI eigenständig bleiben?

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