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DAK-Analyse Weniger Krankenhauseinweisungen bei deutschen WM-Spielen

Redakteur: Peter Reinhardt

Ein überraschendes Ergebnis bringt eine aktuelle DAK-Analyse der letzten beiden Fußball-Weltmeisterschaften: Demnach sind WM-Spiele mit deutscher Beteiligung offensichtlich gut für die Gesundheit. An deutschen Spieltagen wurden in den Jahren 2006 und 2010 durchschnittlich 12,5 Prozent weniger Menschen ins Krankenhaus eingeliefert. Allerdings stehen einer niedrigeren Anzahl an Herzinfarkten mehr Alkoholvergiftungen gegenüber. Über die Maßen getrunken wird wohl immer – egal ob aus Freude oder Frust.

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Wenn der Fußball rollt, gibt es weniger Herzinfarkte, so das Ergebnis einer aktuellen DAK-Analyse.
Wenn der Fußball rollt, gibt es weniger Herzinfarkte, so das Ergebnis einer aktuellen DAK-Analyse.
(Bild: DAK-Gesundheit/iStock)

„Die häufig angeführte These, dass spannende Fußballspiele schlecht fürs Herz sind und sogar Herzinfarkte fördern, können wir nicht belegen“, sagt DAK-Krankenhausexperte Peter Rowohlt.

20 Prozent weniger Herzinfarkte

Die Datenanalyse zeige überraschender Weise genau das Gegenteil. „Die Anzahl der Herzinfarkte geht um 20 Prozent zurück“, heißt es in einer Pressemitteilung der DAK. Unterschiede zwischen Männern und Frauen gäbe es indes nicht. Auch sei nicht relevant, ob die deutschen Fußballer als Sieger oder Verlierer vom Platz gehen.

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Jubel- und Frustsaufen gehören leider dazu

Keine Unterschiede gäbe es auch bei Alkoholvergiftungen, die 15 Prozent mehr Patienten in die Krankenhäuser beförderten. „Jubelsaufen oder Frustsaufen scheint bei einigen Fußballfans leider dazuzugehören“, so Rowohlt – egal ob männlich oder weiblich.

Bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika landeten laut DAK-Daten besonders nach dem 4:0-Sieg im ersten deutschen Spiels gegen Australien ungewöhnlich viele Menschen mit Alkoholvergiftungen im Krankenhaus – 47,5 Prozent mehr als sonst. Aber auch das verlorene Halbfinale gegen Spanien brachte aufgrund von Alkoholmissbrauch immerhin ein Drittel mehr Menschen in die Klinik.

Für die DAK-Analyse wurden Daten der Krankenhäuser ausgewertet. An normalen Tagen treffen dort durchschnittlich 1.542 Patienten ein. An den Tagen mit deutschen WM-Spielen sind es mit 1.350 Patienten rund 12,5 Prozent weniger. Bei den Alkoholvergiftungen sind es im Durchschnitt 40 Fälle pro Tag, während der WM im Schnitt 46.

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