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BGS Beta-Gamma-Service Was passiert bei Anlagenstillstandes des Sterilisations-Dienstleisters?

| Redakteur: Julia Engelke

BGS informiert auf der Compamed über erweiterte Sterilisationskapazitäten, die mit dem Neubau einer Gamma-Anlage am Standort Bruchsal geschaffen wurden. Zudem berät der Dienstleister Medizinproduktehersteller in Fragen der Validierung sowie der Redundanz.

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Eine Vielzahl unterschiedlichster medizinischer Einwegartikel kann mithilfe von Beta- und Gammastrahlen rückstandsfrei sterilisiert werden.
Eine Vielzahl unterschiedlichster medizinischer Einwegartikel kann mithilfe von Beta- und Gammastrahlen rückstandsfrei sterilisiert werden.
(Bild: BGS)
  • Zweitqualifizierung und Back-up-Lösung gewinnen an Bedeutung
  • Kapazitätserweiterung der Gamma-Anlage am Standort Bruchsal
  • 80.000 Paletten Sterilgut pro Jahr in der Verpackung sterilisieren

„Die Medizintechnik-Branche ist und bleibt angesichts des medizinisch-technischen Fortschritts sowie der demografischen Entwicklung in den nächsten Jahren ein überaus erfolgreicher Wachstums- und Arbeitsmarkt“, kommentiert Dr. Andreas Ostrowicki. „Zweifelsohne wird der Bedarf an Gesundheitsleistungen und somit auch an Medizinprodukten weltweit weiter steigen. Schätzungen des Bundesgesundheitsministeriums zufolge gibt es bereits heute rund 400.000 verschiedene Medizinprodukte. Diesem erfreulichen Wachstum müssen natürlich auch die entsprechenden Sterilisationskapazitäten gegenüberstehen. BGS hat schon sehr frühzeitig in den Anlagenausbau investiert und ist bestens gerüstet, um das Marktwachstum der nächsten Jahre optimal zu unterstützen,“ so Ostrowicki weiter.

So konnte das Unternehmen mit der Inbetriebnahme der neuen Gamma-Bestrahlungsanlage die Kapazitäten für seine Kunden bereits auf rund 80.000 Paletten Sterilgut pro Jahr ausbauen. Insgesamt betreibt BGS an drei Standorten in Deutschland (Wiehl, Bruchsal, Saal) zwei Gamma-Anlagen und acht Elektronenbeschleuniger. In den Anlagen können Medizinprodukte wie Spritzen, Kanülen, Katheter und Gelenkprothesen innerhalb kürzester Zeit direkt in der Verpackung sterilisiert werden und sind danach sofort einsatzfähig.

Beratung bei Fragen der Validierung

Aufgrund der prognostizierten Zunahme an sterilen Medizinprodukten erhalten die Themen Zweitqualifizierung und Back-up-Lösung für Medizinproduktehersteller nach Meinung von Geschäftsführer Ostrowicki zukünftig eine noch höhere Relevanz. „Im Rahmen der Risikobetrachtung sollte sich jeder Hersteller die Frage stellen, was im Fall eines Anlagenstillstandes des beauftragten Sterilisations-Dienstleisters passiert. Bei BGS verfolgen wir seit Jahren das Prinzip der Redundanz“: So ist jeder unserer drei Standorte in der Lage, die Prozesse der anderen Standorte zu übernehmen, wodurch die Ausfallsicherheit in der Produktion erheblich gesteigert werden kann,“ versichert Ostrowicki. Vor diesem Hintergrund sieht sich das Unternehmen in diesem Jahr auf der Compamed einmal mehr als Lösungsanbieter und steht Herstellern unter anderem für Beratungen rund um Validierungsfragen zur Verfügung.

BGS Beta-Gamma-Service auf der Compamed 2019: Halle 8b, Stand K16

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