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Kern Microtechnik

Vollautomatische Fertigung von 450.000 Unikaten pro Jahr

| Redakteur: Peter Reinhardt

Mit insgesamt elf neuen Fräszentren beschleunigt Etkon die Fertigung von implantatgetragenem Zahnersatz deutlich. Neben hoher Wirtschaftlichkeit und Präzision im Mikrometerbereich ist hierbei Flexibilität von besonderer Bedeutung. Denn jedes Teil ist ein Unikat.

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René Hamisch, Leiter des Etkon-Fräszentrums in Markkleeberg: „Wir brauchen nicht nur einen Lieferanten, wir brauchen einen Partner.“
René Hamisch, Leiter des Etkon-Fräszentrums in Markkleeberg: „Wir brauchen nicht nur einen Lieferanten, wir brauchen einen Partner.“
(Bild: Kern Microtechnik)

Wenn René Hamisch Besuchern erläutert, dass Etkon in Markkleeberg pro Jahr 450.000 Einheiten für den Zahnersatz fertigt, ergänzt der Leiter des Fräszentrums sofort: „Das sind 450.000 Unikate, die hoch automatisiert hergestellt werden.“ Lediglich fünf Bediener betreuen dafür 89 Fräsmaschinen auf vier Etagen.

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Aus der Nähe von Leipzig in die ganze Welt

Die im Jahr 2005 in dem kleinen Nachbarort von Leipzig gegründete Etkon-Niederlassung fertigt CAD/CAM-gestützt eine breite Palette von einfachen Einzelzahn-Versorgungen über Kronen bis hin zu vielteiligen Gerüsten für zahngetragenen oder implantatgetragenen Zahnersatz. Kunden sind Dentallabore, die Zahn- oder Gebissabdrücke scannen und mit einer Software von Etkon oder anderen Anbietern den gewünschten Zahnersatz designen. Aus diesen Datensätzen erstellt der sächsische Produktionsbetrieb automatisch die Fräsdaten und produziert die gewünschten Teile. Mit insgesamt elf neuen Micro-Fräsmaschinen von Kern baut der Zahnersatzhersteller die eigenen Fähigkeiten im besonders zukunftsträchtigen Bereich des auf Implantaten aufsetzenden Zahnersatzes deutlich aus.

Der Standort Markkleeberg ist das Leitwerk im Etkon-Verbund. Hier werden neue Technologien getestet, bevor sie in den anderen Werken eingeführt werden. Dementsprechend arbeiten inzwischen vier Kern Micro in der Hauptniederlassung, zwei weitere kommen Anfang 2016 hinzu. Zwei Anlagen stehen im japanischen Etkon-Fräszentrum, das in Kürze den Betrieb aufnimmt. Acht Micro fräsen am amerikanischen Standort in Texas und eine Maschine nutzt das Etkon-Entwicklungszentrum in Gräfelfing nahe München.

Neben hoher Wirtschaftlichkeit und Oberflächenqualität ist Präzision im Mikrometerbereich wichtig. So müssen beispielsweise die Befestigungspunkte von Brücken exakt auf die vom Zahnarzt im Patientenkiefer platzierten Implantate passen, damit der Zahnersatz sicher und schmerzfrei sitzt.

Hochgenaue Temperierung der Anlage

Dafür ist die Kern Micro bestens geeignet. Das Fräszentrum gewährleistet eine Positionsstreubreite von +/- 0,5 µm bei den Linearachsen sowie +/- 3,0″ bei der Schwenk- und +/- 0,5″ bei der Drehachse. Die Verfahrgeschwindigkeit liegt bei 30 m/min, die Beschleunigung bei 10 m/s2. Und diese Werte werden nicht nur am Beginn, sondern auch am Ende einer mitunter viele Stunden dauernden Bearbeitung eines Werkstücks erreicht. Dafür setzt Kern ein ausgeklügeltes Temperaturmanagement ein.„So werden die Maschinenkomponenten mit einer Genauigkeit von +/- 0,1 °C auf konstanter Temperatur gehalten“, erläutert Bernhard Uhr, stellvertretender Entwicklungsleiter bei Kern.

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