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BV-Med-Mitgliederversammlung BV-Med präsentiert Jahresbericht und wählt Vorstand neu

Quelle: Pressemitteilung BV-Med 3 min Lesedauer

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Am 23. April hielt der Bundesverbandes Medizintechnologie seine Mitgliederversammlung in Berlin ab. Neben der Vorstellung des aktuellen Jahresberichts wurde auch der Vorstand des Verbands neu gewählt.

BV-Med-Vorstandsvorsitz Mark Jalaß (r.) und BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll: „Wenn wir jetzt mutig handeln und Medtech konsequent stärken, können wir unser Gesundheitssystem und den Medtech-Standort Deutschland zukunftsfest machen.“(Bild:  Tina Eichner/BV-Med)
BV-Med-Vorstandsvorsitz Mark Jalaß (r.) und BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll: „Wenn wir jetzt mutig handeln und Medtech konsequent stärken, können wir unser Gesundheitssystem und den Medtech-Standort Deutschland zukunftsfest machen.“
(Bild: Tina Eichner/BV-Med)

Auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung des Bundesverbands Medizintechnologie (BV-Med) standen der neue Jahresbericht 2025/26 sowie die Neuwahlen des Vorstands. Als Gast sprach Dr. Georg Kippels, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium (BMG). Er hob die Rolle der Medizintechnik für effizientere Versorgungsprozesse, geringere Belastungen für Patienten sowie bessere Behandlungsergebnisse hervor. Wichtig sei es, die regulatorischen Rahmenbedingungen durch eine Reform der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) zu verbessern. Die MDR-Regelungen „lähmen die Versorgung und müssen verbessert werden. Daran arbeiten wir“, erklärte Kippels. Er betonte dabei, dass sich die Kommunikation und der Austausch mit der EU-Kommission in letzter Zeit deutlich verbessert habe. Zudem gebe es mit dem Berichterstatter des EU-Parlaments für die MDR-Reform, dem Europaabgeordneten Oliver Schenk, eine gute und verlässliche Zusammenarbeit.

Jahresbericht 2025/2026

In seinem aktuellen Jahresbericht zieht der BV-Med eine positive Bilanz der politischen Weichenstellungen in 2025 für die deutsche Medizintechnik-Branche – und fordert deren konsequente Umsetzung in konkrete Maßnahmen. „2025 war ein Meilenstein, die Grundlage dafür, die Medtech-Branche strategisch zu unterstützen. Jetzt kommt es darauf an, dass aus Strategien auch spürbare Verbesserungen für Versorgung und Standort entstehen“, erklärten BV-Med-Vorstandsvorsitzender Mark Jalaß und BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.

2025 wurde erstmals die Medizintechnik im Koalitionsvertrag ausdrücklich als Leitwirtschaft anerkannt und ein Medtech-Strategieprozess der Bundesregierung gestartet. Diese Kombination aus Anerkennung, Dialog und Strategie machte 2025 so wichtig für die Medtech-Branche. Doch „Strategiepapiere allein verbessern weder die Gesundheitsversorgung noch stärken sie den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wir brauchen planbare Rahmenbedingungen, schnellere Prozesse und eine konsequente Umsetzung in der Praxis“, betont Möll. Nur so kann das Potenzial der Medtech-Branche für Mensch, Gesundheit und Wirtschaft gehoben werden. „Ob Krankenhausreform, Ambulantisierung, Digitalisierung oder Krisenvorsorge – all das funktioniert nur, wenn die Medtech-Branche als Teil der Lösung verstanden und frühzeitig eingebunden wird. Nicht als nachgelagerter Ausstatter, sondern als Partner und Lösungsanbieter“, erklärt Jalaß.

Schwerpunkte des Jahresberichts:

  • Medtech-Standort stärken: Umsetzung der Medtech-Strategie, Weiterentwicklung der MDR, Bürokratieabbau insbesondere für den Medtech-Mittelstand sowie planbare und innovationsfreundliche Zulassungsprozesse
  • Versorgungsstrukturen modernisieren: Krankenhausreform, Ambulantisierung, stärkere Versorgung in der Häuslichkeit und Ausbau digitaler Medizintechnologien für eine vernetzte, datengetriebene Gesundheitsversorgung
  • Versorgungsqualität und Prävention sichern: Stärkung von Infektionsschutz und Hygiene, strukturierte Wundversorgung sowie nachhaltige Gestaltung ökologischer Anforderungen bei Sicherstellung der Patientenversorgung
  • Resilienz und Versorgungssicherheit stärken: Robuste Lieferketten, strategische Produktionskapazitäten und Schutz von Medizinprodukten vor handelspolitischen Auseinandersetzungen
  • Wettbewerbsfähigkeit in Europa sichern: Abbau von Bürokratie, innovationsfreundliche Rahmenbedingungen auf EU-Ebene und Stärkung des europäischen Medtech-Standorts.

Vorstandswahlen

Mark Jalaß von Lohmann & Rauscher ist auf der Mitgliederversammlung als Vorstandsvorsitzender wiedergewählt worden. Zu Stellvertretenden Vorsitzenden wurden Dorothee Stamm von Medtronic und Stefan Geiselbrechtinger von Oped gewählt.

Mark Jalaß ist seit 2018 BV-Med-Vorstandsmitglied und seit 2024 Vorsitzender. Er ist bereits seit 2008 als Sprecher verschiedener BV-Med-Arbeitskreise aktiv. Jalaß ist Country Director & Trade Deutschland beim Hersteller Lohmann & Rauscher. Er ist Mitglied im globalen Vertriebs- und Marketingsteuerungsteam des Unternehmens, Leiter von drei Handelstochterunternehmen in Deutschland sowie Geschäftsführer der ALD-Handelsgruppe mit bundesweit fünf Standorten.

Der neue BV-Med-Vorstand(Bild:  BV-Med)
Der neue BV-Med-Vorstand
(Bild: BV-Med)

Zu weiteren Vorstandsmitgliedern neben Mark Jalaß, Dorothee Stamm und Stefan Geiselbrechtinger wurden gewählt: Jonas Bettinger (PMT präzision.medizin.technik), Manuela Hoffmann-Lücke (Paul Hartmann), Frank Kirchner (B. Braun), Stefanie Siebels (Solventum), Marcus H. Simon (Amefa) und Dr. med Hans-Christian Wirtz (Johnson & Johnson Medtech). Zudem ist BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll Mitglied des Vorstands. Die Amtszeit des neu gewählten Vorstands beträgt zwei Jahre.

Ausgeschieden aus dem Vorstand bzw. nicht mehr angetreten sind Dr. Chima Abuba (GHD), Alexia Anapliotis (Merete) und Manfred Hinz (Solventum).

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