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US-Zölle Medizintechnik-Verbände reagieren auf US-Zölle

Quelle: Pressemitteilung BV-Med und Swiss Medtech 2 min Lesedauer

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US-Präsident Donald Trump hat seine Zollstrategie veröffentlicht. Die Maßnahme zielt darauf ab, die US-Industrie zu stärken, hat jedoch weltweit Besorgnis ausgelöst. Auch die Medizintechnik-Branche ist alarmiert. Die erhöhten Abgaben könnten Produktions- und Lieferketten stören und die Kosten steigern.

Die von Präsident Trump angekündigten US-Zölle könnten große Auswirkungen auf die Medizintechnik-Branche haben.(Bild:  ChatGPT / KI-generiert)
Die von Präsident Trump angekündigten US-Zölle könnten große Auswirkungen auf die Medizintechnik-Branche haben.
(Bild: ChatGPT / KI-generiert)

Am 2. April hat US-Präsident Donald Trump weitreichende Importzölle angekündigt. Demnach sollen auf EU-Importe künftig Zölle in Höhe von 20 Prozent erhoben werden. Trumps Ziel ist es, durch die höheren Abgaben die Produktion in den USA anzukurbeln. Da der geplante Prozentsatz bisher pauschal gilt, wären auch Medizinprodukte davon betroffen. Viele Medtech-Unternehmen verbauen in ihren Produkten zudem Komponenten aus Stahl und Aluminium, was sie direkt dem erhöhten Steuersatz von 25 Prozent aussetzt.

Die Zölle könnten zu erhöhten Kosten für Hersteller und Endverbraucher führen, Lieferketten beeinträchtigen und den Zugang zu wichtigen Medizinprodukten auf dem Markt deutlich erschweren. Medizintechnik-Verbände kritisieren die angekündigten Zollmaßnahmen und fordern Regulierungsanpassungen.

BV-Med fordert Ausnahmeregelung für Medizinprodukte

„Zölle und Handelsbeschränkungen für medizinische Produkte stellen einen Bruch mit der bisherigen Praxis dar, Medizinprodukte aus humanitären Gründen von handelspolitischen Maßnahmen auszunehmen“, sagt BV-Med-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. „Wir fordern sowohl die US- als auch die EU-Seite auf, Medizinprodukte als essenzielle humanitäre Güter nicht in handelspolitische Auseinandersetzungen einzubeziehen. Die Branche ist auf reibungslose, globale Lieferketten angewiesen, um die kontinuierliche Versorgung mit lebenswichtigen Produkten sicherzustellen. Zölle gefährden diesen freien Warenverkehr und treiben die Kosten für die Branche in die Höhe. Medizinprodukte sollten daher nicht durch direkte oder indirekte Zollmaßnahmen belastet werden.“

Swiss Medtech fordert „Dialog statt Zollpolitik“

Die Schweiz trifft es noch härter. Geplant sind Zölle in Höhe von 31 Prozent. Der Schweizer Medizintechnik-Verband Swiss Medtech fordert die Schweizer Regierung auf „sich aktiv für den Schutz zentraler Exportkanäle einzusetzen – durch rasche Regulierungsanpassungen und handelspolitische Gespräche mit Washington“, sagt Damian Müller, Präsident von Swiss Medtech. Bislang erkennt die Schweiz ausschließlich Medizinprodukte mit EU-Zertifizierung an. Bereits 2022 hat das Schweizer Parlament den Bundesrat beauftragt, zusätzlich auch Produkte mit Zulassung der US-amerikanischen Food & Drug Administration (FDA) zuzulassen – zur Sicherung der Versorgung und zur Stärkung der Standortattraktivität. Nun rückt die geopolitische Dimension in den Vordergrund: „Der Bundesrat hat es in der Hand, FDA-zugelassene Produkte rasch per Verordnung zuzulassen – das wäre ein klares Signal an die US-Regierung für Dialog statt Zollpolitik“, erklärt Müller.

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