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Technologie-Tage bei Arburg

Spritzgießmaschinen für die Medizintechnik

| Redakteur: Peter Reinhardt

Auf seinen Technologie-Tagen am Stammsitz in Loßburg präsentiert der Spritzgießmaschinenhersteller Arburg vom 13. bis 16. März einen repräsentativen Querschnitt seines aktuellen Programms – mit über 40 Allrounder-Exponaten und einem breiten Anwendungs- und Branchenspektrum. Darunter auch fünf innovative medizintechnische Anwendungen.

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Rund 5.000 Besucher erwartet Arburg zu seinen Technologie-Tagen 2013, auf denen mehr als 40 Applikationen zu sehen sind.
Rund 5.000 Besucher erwartet Arburg zu seinen Technologie-Tagen 2013, auf denen mehr als 40 Applikationen zu sehen sind.
(Bild: Reinhardt)

Verschiedene Automationslösungen, die Verarbeitung von Duroplast, Fest- und Flüssigsilikon sowie Biopolymeren bekommen die Besucher ebenso zu sehen wie In-Mould-Labelling, Mehrkomponenten-Spritzgießen, Mikro-Spritzgießen, Pulver-Spritzgießen, Reinraumanwendungen und das Umspritzen von Einlegeteilen sowie Lösungen für die Verpackungstechnik. Das breit gefächerte Programm ist sicher einer der Erfolgsfaktoren der Technologie-Tage, die seit Jahren ein Publikumsmagnet für die internationale Kunststoffwelt sind. Über 5.000 Besucher aus aller Welt haben sich alleine dieses Jahr angemeldet, wenngleich auch eine große Besuchergruppe aus den USA mit über 200 Teilnehmern aufgrund der witterungsbedingten Flugausfälle am Frankfurter Flughafen nicht wie geplant am ersten Tag begrüßt werden konnte.

Arburg setzt auf Medizintechnik

Von technischen Anschlussstücken über Massenprodukte wie Einwegkanülen und Spritzenkörpern bis hin zum Labor im Mikromaßstab reicht das Anwendungsspektrum, das Arburg auf den Technologie-Tagen 2013 im Bereich Medizintechnik präsentiert. Die Teile werden auf elektrischen, hybriden und vertikalen Spritzgießmaschinen und automatisierten Komplettlösungen gefertigt, die individuell und produktionseffizient auf die jeweilige Anwendung abgestimmt sind. Dennoch verweist Sven Kitzlinger, anwendungstechnischer Berater bei Arburg, auch auf die anderen Applikationen: „Lösungen aus anderen Branchen können durchaus auch für die Herstellung medizintechnischer Produkte relevant sein“, weiß er aus Erfahrung.

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Beispiel 1: Lab-on-a-Chip

Als Gast auf den Arburg’schen Technologie-Tagen präsentiert der Hersteller von Mikrofluid-Bauteilen Z-Microsystems die Fertigung eines sogenannten Bottom Layers für ein Lab-on-a-Chip. In den ausgeformten Kanälen des „Mikro-Labors“ werden die flüssigen Prüf- und Analysemedien transportiert und zusammengebracht. Der Bottom Layer mit den Analysekammern wird vor Gebrauch mit einem Top Layer, der die Anschlüsse für den Transport der Fluidik enthält, zum fertigen Lab-on-a-Chip komplettiert. Dazu zählt auch eine Elektronik, die das Ergebnis auswertet und an eine Instrumentenanzeige überträgt.

Auf den Technologie-Tagen 2013 werden anspruchsvoll mikrostrukturierte Bottom Layer aus Polycarbonat auf einem elektrischen Allrounder 370 A mit 600 kN Schließkraft und einem 2-fach-Werkzeug von Z-Microsystems im Reinraum gefertigt. Er arbeitet schnell, präzise, energieeffizient und emissionsarm. Das Teilegewicht beträgt 3,26 Gramm, die Zykluszeit 24 Sekunden. Je nach Produktanforderung können Oberflächenrauheiten bis in den Nano-Bereich sowie Strukturen mit Toleranzen- und Positionsgenauigkeiten im μm-Bereich realisiert werden.

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