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Technologie-Tage bei Arburg

Spritzgießmaschinen für die Medizintechnik

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Die Maschine ist GMP-konform in Edelstahl ausgeführt und stellt mit einem verfahrbaren Reinluftmodul über der Schließeinheit saubere Produktionsbedingungen sowie komfortables Rüsten sicher. Hinzu kommen eine Tunnelabdeckung über dem Förderband und erhöhte Maschinenfüße für eine leicht zugängliche Reinigung.

Beispiel 2: medizinische Einwegkanülen

Die Firma Zahoransky präsentiert auf den Technologie-Tagen eine automatisierte Spritzgießlösung rund um einen vertikalen Allrounder 275 V, der medizinische Einwegkanülen fertigt. Dazu werden die Injektionsnadeln nicht wie herkömmlich eingeklebt, sondern über ein Needle Feed System (NFS) vereinzelt der Fertigungszelle zugeführt und in einem 8-fach-Werkzeug direkt mit PP umspritzt. Die Zykluszeit beträgt rund zehn Sekunden.

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Das Exponat steht in der Effizienzarena der Technologie-Tage 2013. Unter dem Motto „Wissen, was zählt“ präsentiert Arburg dort zusammen mit Partnern die wichtigen Bereiche der Wertschöpfungskette. Der Rundgang mit acht Stationen rückt nicht nur die Bedeutung von Produktionseffizienz in den Fokus, sondern liefert auch konkrete Ansätze, um die Wirtschaftlichkeit der Spritzteilfertigung zu steigern.

Die Fertigung der Einwegkanülen ist ein exzellentes Beispiel für Produktionseffizienz: Die Integration vor- und nachgelagerter Arbeitsschritte in den Spritzgießprozess verbessert den Materialfluss und die Logistik. Das Verketten von Schritten beschleunigt den Fertigungsprozess. Außerdem schaffen die automatisierte Zuführung der Einlegeteile sowie schonende Entnahme des Endprodukts Prozesssicherheit und steigern die Produktivität. Schließlich wird der Ausschuss durch eine Inline-Qualitätssicherung und direkte Verpackung minimiert. Alle diese Maßnahmen erhöhen deutlich die Gesamtanlageneffizienz (OEE).

Beispiel 3: Spritzenkörper

Mit einem Werkzeug der Firma Tim Plastik, Türkei, fertigt ein hybrider Allrounder 470 H in einer Zykluszeit von rund zehn Sekunden je acht 20-ml-Spritzenkörper aus PP. Das Einspritzen erfolgt über Hydraulikspeichertechnik, servo-elektrisch angetriebene Kniehebel bewegen die Schließeinheit. Das Teilegewicht beträgt 7,6 Gramm. Um die hohen Anforderungen an die Bauteiltoleranzen einzuhalten, kommt aufwendige Temperiertechnik zum Einsatz. Bevor das Werkzeug öffnet, findet über eine Ausschraubeinheit eine Luer-Lock-Gewindeentformung statt.

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