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Shoppen beim Distributor

| Autor/ Redakteur: Autorin | Frauke Finus / Frauke Finus

Elektronik hat die Medizintechnik revolutioniert und ist heute nicht mehr wegzudenken. Elektronische Teile müssen meist zugekauft werden. Hier stellt sich die Frage, welche Bezugsquellen sich anbieten – vom Elektronikhersteller direkt muss nicht immer die beste Lösung sein.

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„Wir verkaufen zum Beispiel in kleineren Mengen als die Hersteller. Außerdem nehmen wir nur Produkte in unser Portfolio auf, die unseres Erachtens innovativ und langfristig verfügbar sind.“ Glyn Jones, Elektroingenieur und Managing Director bei Glyn
„Wir verkaufen zum Beispiel in kleineren Mengen als die Hersteller. Außerdem nehmen wir nur Produkte in unser Portfolio auf, die unseres Erachtens innovativ und langfristig verfügbar sind.“ Glyn Jones, Elektroingenieur und Managing Director bei Glyn
(Bild: Glyn)

Elektronikteile können nicht nur direkt beim Hersteller geordert werden, sondern auch bei Distributoren. Diese sind gerade für die Medizintechnik mit ihren geringen Stückzahlen von Vorteil. Anders als bei Elektronikherstellern können hier auch kleine Mengen bezogen werden.

Als Zwischenhändler können sie den Elektronikherstellern große Mengen abnehmen, da sie viele gleichgelagerte Kunden mit ähnlichem Kaufverhalten in kleiner Menge haben. So können Distributoren im Gegensatz zu Herstellern Elektronikteile auch in geringen Stückzahlen anbieten. Aber nicht nur mittelständische Betriebe kaufen bevorzugt bei Distributoren ein. Auch namhafte Großunternehmen, die Elektronikhersteller direkt ansprechen könnten, schätzen die Dienstleistungen der Distributoren.

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Berater mit Know-how

Einer, der sich seit 33 Jahren dem Thema Distribution widmet, ist Glyn Jones aus Idstein im Taunus. Nach ISO 9001 zertifiziert, ist seine Firma Glyn spezialisiert auf elektronische Produkte, wie Displays von NLT, KOE und EDT, Embedded PCs von Aaeon (Industrielinie von Asus), Thermodrucker von Seiko Instruments sowie Mikrocontroller von Renesas, Toshiba und Spansion. Neu im Portfolio sind Sensirion-Sensoren. Hochwertige und erklärungsbedürftige Produkte benötigen ebenso hochwertigen Support. Den Kunden stehen etwa 180 Mitarbeiter zur Seite, von denen über die Hälfte qualifizierte Techniker und Ingenieure sind. So ist eine kompetente Beratung gewährleistet. Zahlreiche Tool- und Starterkitangebote sichern Kunden den schnellen und einfachen Einstieg in die Produkte. Schulungsangebote bietet Glyn mit Webinaren und Workshops in der Glyn-Academy. Der studierte Elektroingenieur Jones erklärt im Gespräch mit Devicemed, dass er als Distributor die Schnittstelle zwischen Halbleiter-Herstellern und Mittelständlern bilde. „Wir sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Herstellern und Kunden und verfügen über beste Kontakte zu unseren Lieferanten. So können wir schnell auf Fragen und Anfragen reagieren.“

Praktisch immer lieferbar

Auch logistische Probleme können beim Direktkontakt zum asiatischen Hersteller entstehen. „Viele Medizintechnikunternehmen haben heute kein Teilelager mehr vor Ort. Es wird bestellt, wenn etwas gebraucht wird, und der Elektronikhersteller in Asien soll dann so schnell wie möglich liefern. Bei wenig Lagerbestand, wenn das virtuelle Lager also ständig der Flieger ist, dann kann eine Aschewolke alles lahmlegen. Wir aber können aufgrund unserer physischen Lagerhaltung praktisch immer liefern.“

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