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Glyn

Shoppen beim Distributor

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Glyn hält auf einer Fläche von 9.000 m2 ständig Bauteile im Wert von mehr als 15 Millionen Euro verfügbar. Das Angebot umfasst hauptsächlich Produkte asiatischer Lieferanten. Jones erklärt weiter, er als Distributor sei außerdem in der Lage, für die deutschen Hersteller zu selektieren. Welche Elektronik ist innovativ und nützlich? „Wir schauen mit den Augen unserer Kunden auf das asiatische Angebot, was brauchen wir in Europa? Manche Applikationen sind hier in der Region sicherlich nicht so dringend nötig wie sie im asiatischen Raum nützlich sein können.“

Langfristige Verfügbarkeit

Glyn übernimmt ein gezieltes Screening des Elektronik-Angebots. Ins Sortiment werden nur Produkte aufgenommen, die eine Neuerung oder Verbesserung auf dem hiesigen Markt darstellen und denen eine längerfristige Zukunft beschieden sein wird. „Wir achten bei unserem Angebot darauf, dass die Produkte auch in den nächsten fünf Jahren noch verfügbar sind. Langfristige Verfügbarkeit ist gerade in der Medizintechnik wichtig, denn hier kann eine große Zeitspanne zwischen dem ersten Prototypenbau und dem finalen Einsatz am Patienten vergehen.“

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Den Chip Probe fahren

Neben der Distribution ermöglicht Glyn auch kundenspezifische Adaptionen. Es können in der hauseigenen Label-Fabrik beispielsweise Speicherkarten individuell mit Kundenlogo versehen werden. Um einen bei Glyn gekauften Chip direkt ausprobieren zu können, bietet man eigene Evaluation-Boards an. „Die Boards sind von uns entwickelte Leiterplatten. Sie ermöglichen unseren Kunden einen schnellen Einstieg mit dem Chip. So wie ich auch ein Auto nicht nur anschauen, sondern Probe fahren will“, erklärt Jones das Konzept. Angeschlossen über eine USB-Schnittstelle kann die Glyn-Leiterplatte innerhalb von Minuten ein „Gespräch“ mit dem Chip ermöglichen, so der Ingenieur weiter. „Die Elektronikhersteller haben interessante Ansätze und wir machen Produkte daraus.“

„Wir glauben an Europa“

Kein Wunder also, dass man mit so einem Service rund um den eigentlichen Verkauf Firmen in der Medizintechnikbranche anspricht. Jones sieht die Branchen-Zukunft der Medizintechnik positiv: „Es gibt immer mehr ältere Leute, daher werden die Märkte sich langsam, aber stetig entwickeln.“

„Wir glauben an Europa. Besonders in der Medizintechnik ist Qualität wichtig, und die kommt noch immer aus Europa“, sagt Jones. Damit Glyn Qualität gewährleisten kann, werden die Lieferanten auditiert. „Erst im vergangenen Jahr haben wir einen Lieferanten gesperrt, weil die Qualität nicht mehr gestimmt hat.“ Der Elektroingenieur sieht optimistisch in die Zukunft. Das manifestiert sich in einer kürzlich getätigten Investition – das Grundstück neben der Zentrale in Idstein wurde gekauft. Hier soll mittelfristig ein neues Logistikzentrum entstehen.

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