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Spectaris-Trendforum Politische Rahmen- und Marktbedingungen der Hilfsmittelbranche

Redakteur: Peter Reinhardt

Mehr als 100 Teilnehmer der Hilfsmittelbranche haben sich am Montag, den 22. April beim Spectaris-Trendforum Hilfsmittel in Berlin getroffen. Dort hat Jan Wolter, Leiter des Fachverbands Medizintechnik im Branchenverband Spectaris, auf eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen für Innovationen in der Medizintechnik- und Hilfsmittelbranche hingewiesen. Er kritisiert vor allem die höheren Hürden für den Marktzugang bei gleichzeitig sinkender Vergütung.

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„Die Rahmenbedingungen für Innovationen in der Medizintechnik- und Hilfsmittelbranche verschlechtern sich. Das liegt vor allem an höheren Hürden für den Marktzugang bei gleichzeitig sinkender Vergütung“, Jan Wolter, Leiter des Fachverbands Medizintechnik im Branchenverband Spectaris.
„Die Rahmenbedingungen für Innovationen in der Medizintechnik- und Hilfsmittelbranche verschlechtern sich. Das liegt vor allem an höheren Hürden für den Marktzugang bei gleichzeitig sinkender Vergütung“, Jan Wolter, Leiter des Fachverbands Medizintechnik im Branchenverband Spectaris.
(Bild: Mike Minehan)

Einblicke in den holländischen Hilfsmittelmarkt und den Umgang mit Leistungskürzungen hat Mark Reijnders, Geschäftsführer eines niederländischen Rollatoren-Herstellers gegeben. Als Herausforderung nennt er die Anpassung seines Unternehmens an den sich entwickelnden Verkäufermarkt. Seine Mitarbeiter bräuchten nicht mehr ausschließlich Fachkompetenz, sondern müssten sich nun als Verkäufer weiterbilden.

Für den Hilfsmittelmarkt sind keine Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen erforderlich

Carola Reimann (SPD), Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, ist in ihrem Vortrag unter anderem auf die aktuelle Debatte zur Überarbeitung der Medizinprodukteverordnung eingegangen. Dabei stellt sie klar, dass sich eine SPD in Regierungsfunktion für eine verstärkte Kontrolle von Medizinprodukten, ähnlich dem US-amerikanischen Zulassungssystem, stark machen werde. Für den Hilfsmittelmarkt seien keine Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen erforderlich.

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Zuweisungsberechnung über den morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich

Das Prinzip der Zuweisungsberechnung über den so genannten „morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA)“ hat Ulrike Haack vom GKV-Spitzenverband erläutert. Am Beispiel der Schlafapnoe verdeutlicht sie, wie die gesetzlichen Krankenkassen Zuschläge erhalten – je nach Risikogruppen ihrer Versicherten. Michael Neumann vom AOK Bundesverband hat erklärt, dass inzwischen die 50 größten Krankenkassen über 90 Prozent der Versicherten halten. Die Marktkonzentration sei damit de facto bereits abgeschlossen.

Unterhaltend ist es dann mit dem Vortrag von Serviceplan-Agenturchef Jörg Ihlau weitergegangen, der anhand unterschiedlicher Beispiele gezeigt hat, wie virales Marketing im Internet funktioniert. Er weist darauf hin, dass das Internet nicht mehr nur ein Kommunikationskanal ist, es durchdringt den Alltag in allen Lebensbereichen und sei durch Smartphone und Tablet-PC ständig griffbereit.

Kontakt:

Spectaris – Deutscher Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V.

D-10117 Berlin

www.spectaris.de

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