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Plug and Play in Klinik und Praxis: Offene Schnittstelle SDC vernetzt Medizintechnik

| Redakteur: Julia Engelke

Bisher eine Zukunftsvision, jetzt Realität: die modulare und dynamische Vernetzung von Geräten und Software in der Medizintechnik. Möglich macht es der von OR.Net e. V. entwickelte Standard „Service-oriented Device Connectivity“ (SDC).

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Durch SDC können sich Medizingeräte und IT-Systeme flexibel und sicher verbinden lassen und erleichtern so den klinischen Arbeitsalltag.
Durch SDC können sich Medizingeräte und IT-Systeme flexibel und sicher verbinden lassen und erleichtern so den klinischen Arbeitsalltag.
( Bild: BVMed )
  • Geräte und Software herstellerunabhängig vernetzen
  • Offener Standard SDC vor allem für kleinere Hersteller profitabel
  • Zulassung durch das IEEE Standards Board

Medizintechnik flexibel und herstellerunabhängig zu vernetzen – zu diesem Zweck hat OR.Net den Standard „Service-oriented Device Connectivity“, kurz SDC, entwickelt. Mit der offenen Schnittstelle revolutioniert der Verein die Interoperabilität von Medizingeräten und IT-Systemen.

Auf der DMEA 2019 bietet sich die Gelegenheit, SDC kennenzulernen. Die Fachmesse findet vom 9. bis 11. April 2019 auf dem Messegelände Berlin statt. Am 10. April 2019 um 18 Uhr lädt OR.Net zum Launch Event an seinem Stand E-115, Halle 1.2, ein, für das sich alle Interessierten schon jetzt über dmea@ornet.org anmelden können.

Vernetzung von Geräten und Software

Was in der Unterhaltungselektronik mittlerweile selbstverständlich erscheint, klingt in der Medizintechnik bisher nach Zukunftsmusik: die modulare und dynamische Vernetzung von Geräten und Software. Voraussetzung hierfür ist eine offene, standardisierte Kommunikation aller implementierten Komponenten. Herstellergebundene Modelle und das Fehlen von Standards verhindern bisher die flexible und sichere Integration von Medizingeräten und IT-Systemen. Mit dem offenen Standard SDC liefert OR.Net jetzt erstmals die Technologie für eine hersteller- und geräteneutrale Interoperabilität im Bereich der Medizintechnik.

Realisierung der Mensch-Maschine-Schnittstellen

Durch SDC lassen sich einfach und sicher zu bedienende Mensch-Maschine-Schnittstellen realisieren, die den klinischen Arbeitsablauf verbessern können und damit auch einen Mehrwert für die Patientenversorgung bieten. SDC ermöglicht Kliniken und Praxen eine flexible, herstellerunabhängige Auswahl der Geräte und die einfache Integration in bereits bestehende Systeme. Von dem offenen Standard profitieren insbesondere kleinere Hersteller von Medizingeräten, was die Entwicklung von innovativen Instrumenten und Funktionen fördert. Nicht mit SDC ausgestattete Geräte lassen sich mithilfe von „SDC-Ready“ dennoch einfach implementieren. Damit wird „SDC-Ready“ zum Symbol für die offene Gerätevernetzung im Medizinsektor.

Mit der Zulassung des letzten Teilstandards (IEEE 11073-20701) ist die SDC-Standardfamilie vollständig vom IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) Standards Board abgenommen und kann von Geräte- und Software-Anbietern implementiert werden. SDC befindet sich im Fast-Track-Verfahren für die Übernahme als ISO-Standard. Laufende Forschungsprojekte erleichtern die Umsetzung des neuen Standards in Medizinprodukten.

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Über OR.Net

OR.Net startete im Oktober 2012 als vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Leuchtturm-Projekt. Vorrangiges Ziel war die Entwicklung von Konzepten für die sichere dynamische und offene Vernetzung von computergesteuerten Medizingeräten in Klinik und Praxis. Um die entwickelten Konzepte weltweit in die Praxis zu überführen, wurde im März 2016 der gemeinnützige Verein OR.Net e. V. gegründet.

www.ornet.org

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