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Biomaterialien

PEEK lässt Knochenbrüche schneller heilen

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Platten und Marknägel, die traumatisch bedingte Knochenfrakturen fixieren, bestehen in der Regel aus Metall. Doch dessen Werkstoffeigenschaften sind mit Störfaktoren verbunden. Nichtmetallische Biomaterialien schaffen Abhilfe.

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Bild 1 | Traumaplatten aus PEEK: Durch die störungsfreie Bildwiedergabe lässt sich der Heilungsprozess mitverfolgen.
Bild 1 | Traumaplatten aus PEEK: Durch die störungsfreie Bildwiedergabe lässt sich der Heilungsprozess mitverfolgen.
(Bild: Invibio)

Mit PEEK-Optima Ultra-Reinforced hat die Firma Invibio einen Werkstoff speziell für Fixierungssysteme traumatisch bedingter Frakturen entwickelt. Dieser verbindet die Materialeigenschaften von PEEK-Optima Natural Polymer mit der Festigkeit von Kohlenstofffasern.

Dynamische Tests von Produkten zur Traumafixierung zeigen, dass PEEK-Optima Ultra-Reinforced eine bessere Dauerfestigkeit hat als Titan, während es gleichzeitig strahlendurchlässig ist. Diese Eigenschaften ermöglichen eine gute Platzierung von Schrauben und Platten. Damit gewährleisten sie eine ausreichende Erfassung der Frakturstelle und sorgen für Stabilität.

Eine ernsthafte Alternative zu Metall

Im Vergleich zu röntgenopaken Implantaten aus Metall ermöglichen Implantate aus PEEK-Optima Ultra-Reinforced eine bessere Visualisierung der Knochenfragmente bei einer bildgestützten intraoperativen Reposition der Fraktur. Die Strahlendurchlässigkeit der Implantate hilft auch bei der postoperativen Visualisierung der Kallusbildung. Durch die störungsfreie Bildwiedergabe lässt sich der Heilungsprozess mitverfolgen (Bild 1).

Das korrosionsbeständige Polymer löst auch die Probleme bisheriger Generationen von Traumaplatten durch Kaltverschweißung und galvanische Korrosion: Aufgrund der nicht vorhandenen Korrosion ist die Entfernung der Schrauben und dadurch die Entnahme von Implantaten einfacher und problemloser.

Die Biokompatibilität ist nachgewiesen

Das biologisch inerte PEEK-Optima Ultra-Reinforced, das über eine weniger ausgeprägte Gewebehaftung verfügt, verringert das Anwachsen des Gewebes an das Implantat, vereinfacht die Entfernung des Implantats und ermöglicht einen besseren Erhalt des Knochens bei einer chirurgischen Revision. Der inerte Charakter von PEEK-Optima Ultra-Reinforced ermöglicht außerdem eine Sterilisation mit allen Standardtechnologien und weist eine nachgewiesene Biokompatibilität von fast 15 Jahren auf. Der Werkstoff erfüllt die Anforderungen des ISO-Standards 10993 für Langzeit-Implantate und ist im FDA Masterfile enthalten. Bei Tests konnten keinerlei Zytotoxizität, systemische Toxizität, Irritationen oder makroskopische Reaktionen nachgewiesen werden.

Kontakt

Invibio Ltd.,

GB-Thornton Cleveleys,

www.invibio.com

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