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Indeed Innovation Olympus trainiert in der Innovationspraxis von Indeed

Redakteur: Peter Reinhardt

Innovation ist längst keine leere Worthülse mehr, sondern zum zentralen Treiber vieler Unternehmensvisionen avanciert. Hinter Innovation verbirgt sich aber auch ein großer Leidensdruck. Dem hat sich jüngst Olympus Surgical Technologies Europe in Hamburg gestellt, mit dem Ziel, künftig eigenständig und nachhaltig mit nutzerzentrierten Methoden innovieren zu können.

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(Bild: Indeed)

Der Zwang zur Innovation verlangt Unternehmen einen fortwährenden Wandel ab. Die Transformation existierender Produkte und Dienstleistungen wie auch die Entwicklung von gänzlich Neuem erfordert eine immer wiederkehrende Woge an frischen Ideen, um Impulse zu setzen. Speziell in der Medizintechnik stellt dieser Moment des Innovierens mit seinem zentralen kreativen Antrieb oftmals eine Schwierigkeit dar. Erschwerend kommt hinzu, dass sich konkurrierende Unternehmen stetig weiterentwickeln und auch die Ansprüche der Anwender steigen. Angesichts dieser Herausforderung erhält eine technologiegetriebene, aber auch speziell eine nutzerzentrierte Innovationskultur zentrale Bedeutung. Sie führt zu anwenderorientierten Strategien, die Neuentwicklungen nicht ausschließlich anhand der technischen Möglichkeiten, sondern entsprechend echten Nutzerbedürfnissen initiieren.

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Nutzerzentriert innovieren

Genau in dieses Spannungsfeld zwischen technischen Möglichkeiten und Nutzerbedürfnissen sind Produktmanager und Ingenieure von Olympus Surgical Technologies Europe in die Innovationspraxis von Indeed eingetaucht. Das Unternehmen für Innovationsberatung, Industriedesign und Engineering arbeitet mit internationalen Auftraggebern an der zielorientierten Entwicklung von Innovationen. Durch die praktische Arbeitsweise konnten die Endoskopieentwickler die Innovationswerkzeuge nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern arbeiteten sofort an relevanten Problemstellungen innerhalb der nutzerzentrierten Produktentwicklung. „Angesichts der Herausforderung von Olympus war es unsere Aufgabe, ein individuelles Set an Innovationstools zusammenzustellen, das nicht nur das Anwenderverständnis fördert, sondern das Projektteam auch ermächtigt, zielgenau darauf zu reagieren“, erläutert Armin Kreiner-Norkunas, Head of Innovation and Design Management bei Indeed.

Im Zuge des Trainings generierten die Teilnehmer in kurzer Zeit eindeutige und verwertbare Inhalte und legten somit den Grundstein für das wertvolle interne Buy-In für Innovationsbestrebungen. „Der Anwender soll stets im Zentrum unserer Innovationen stehen. Wir möchten nicht nur technologisch innovieren, sondern speziell auch nut­zerzentriert an unsere Produktentwicklung herangehen“, erklärt dazu Stefan Kayser, Business Unit Manager HNO & Partner Technologies bei Olympus Surgical Technologies Europe.

Die Innovationsdisziplin hält eine Vielzahl an Werkzeugen und Methoden parat, um Anwender in ihrer individuellen Situation wertfrei zu erforschen und die gewonnenen Erkenntnisse sinnstimmig zu kommunizieren. Dabei ist das Prinzip des Divergierens und Konvergierens wesentlicher Treiber, um neue Impulse – das vielzitierte „thinking outside of the box“ – zu generieren. Im Divergieren sind Teams angehalten, in die Breite zu denken und eine Vielzahl an losen Informationsfragmenten anzuhäufen. Dieser reichhaltige Wissensschatz wird anschließend im Konvergieren verdichtet und kanalisiert – wobei die Nachvollziehbarkeit der ursprünglich gewonnenen Informationsfragmente des Divergierens immer gewährleistet bleibt.

Handfeste Inhalte schaffen

Für die Produktmanager und Ingenieure von Olympus bediente sich Indeed einer vielseitigen Tool-Cloud und stellte eine effektive Kombination aus ethnographischen Divergenzwerkzeugen zusammen. Ziel war es, sowohl handfeste Inhalte als auch nachvollziehbare Aufzeichnungen und besonders Erfahrungen für die Teilnehmer zu schaffen. Das entwickelte Tool-Set beinhaltet das strukturierte Befragen, das fokussierte Beobachten und das zielgerichtete Begleiten von Nutzern im Umfeld der Anwendung. So erkannten die Teilnehmer nicht nur die Herausforderungen der observierten Operateurinnen, sondern sahen auch die vielen Schnittstellen zu anderen Akteuren im Operationssaal, die ebenso Anwender sind, aber nicht selbst operieren. Im Krankenhaus wuchs ein empathisches Verständnis dafür, dass die Olympus-Produkte in ein ganzheitliches System eingebettet sind, das eine Vielzahl von Anwendern mit ganz unterschiedlichen Berührungspunkten einschließt. „Früher habe ich im OP ausschließlich auf das Endoskop selbst geachtet – durch die gezeigte Beobachtungstechnik aber habe ich neue Erkenntnisse im weiteren Umfeld von Endoskopie gewonnen, die zukünftig meine Entwicklungsarbeit inspirieren werden“, erklärt dazu Produktmanagerin Negar Rajabi.

Neue Innovationsdynamik

Schon im Rahmen des Trainings erprobten die Olympus-Mitarbeiter einige der ethnographischen Methoden im Operationsumfeld. Sie generierten in kurzer Zeit nutzerzentrierte Informationsfragmente, die zurück ins Trainingsumfeld getragen, dort gemeinsam verdichtet und zu nachvollziehbaren Insights transformiert wurden.

Dieses zielgerichtete Konvergieren der Beobachtungen hat ein abteilungsübergreifendes Verständnis der Anwendersituation geschaffen und ist seither Grundlage für nutzerzentriertes Innovieren. Durch das methodische Stärken der internen Innovationskompetenz wurde der Grundstein für eine neue Innovationsdynamik unter den Produktmanagern und Ingenieuren gelegt.

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