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Stromversorgung

Mobiler Strommanager für medizinische Gerätewagen

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Medizintechnische Geräte mit Patientendaten müssen heute mobil sein. Ultraschallgeräte, EKGs oder PCs deshalb herunterzufahren, auszustecken und neu zu booten kostet Zeit, Daten können verloren gehen. Powervar hat jetzt eine standardisierte Industrieplattform zur mobilen Energieversorgung geschaffen.

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Den MPM gibt es derzeit in zwei Leistungsstufen mit 150 und 250 VA. Die Laufzeit mit einer Ladung beträgt je nach Akku acht bis zwölf Stunden
Den MPM gibt es derzeit in zwei Leistungsstufen mit 150 und 250 VA. Die Laufzeit mit einer Ladung beträgt je nach Akku acht bis zwölf Stunden
(Bild: Powervar Deutschland)

Zwar gibt es auch netzunabhängige Stromversorgungsanlagen für Medical Carts, diese sind aber meist sehr rudimentär und nur auf bestimmte Geräte zugeschnitten. Die Industrieplattform zur mobilen Energieversorgung lässt sich dagegen auf die jeweilige Anwendung abstimmen. Der Mobile Power Manager (MPM) kann dazu mit unterschiedlichen Akku-Typen ausgestattet werden und dokumentiert deren Ladungsstand und die verbleibende Lebensdauer - selbst für eine ganze Flotte von Wagen. Unvermutete Ausfälle und lange Wartungs- oder Ladezeiten sollen so vermieden werden.

Schnelles Aufladen oder Aufladen über Nacht

Der MPM basiert auf einem Standardgehäuse mit separatem Akku-Behälter, das in alle gängigen Carts passt. Durch die Separierung des Akkus kann die Batterietechnik ausgetauscht werden, ohne das Gerät umbauen zu müssen. Da die Grundlage immer dieselbe technische Plattform ist, lassen sich so auch individuelle Ausführungen innerhalb kurzer Zeit herstellen und liefern. Auf diese Weise kann die Anlage je nach Anforderungen ebenso mit bewährten Blei-Gel-Akkus ausgestattet werden wie mit Nickel-Metallhydrid-Zellen oder hochmodernen Lithium-Eisenphosphat-Packs. Letztere zeichnen sich beispielsweise durch eine hohe Energiedichte aus und ermöglichen ein schnelles Aufladen, wodurch der Wagen nicht lange außer Dienst ist. Für Bereiche, in denen dagegen über Nacht geladen werden kann, reicht auch das schwächere Blei-Gel. Welcher Stromspeichertyp eingesetzt ist, erkennt die Anlage automatisch und lädt die entsprechenden Parameter wie Ladungsmodalitäten und erwartete Lebensdauer in das Management-System. Anhand eines integrierten Zählers für Ladezyklen kann so berechnet werden, wann ein Akkuwechsel nötig wird.

Kontrolle aller Leistungsdaten

Die aktuellen Zustandsdaten des MPM werden auf drei verschiedenen Ebenen ausgewertet und angezeigt: Ist ein Windows-, Linux- oder Mac-basierter Computer angeschlossen, kann dort in der Taskleiste eine einfache grafische Übersicht zur Ladungshöhe und Abnutzung der Batterie aufgerufen werden. Um Ausfälle oder Schäden am Akku zu verhindern, erscheint hier bei niedrigem Leistungslevel oder bei Überlastung zudem eine Warnung. Für Geräte ohne diese Betriebssysteme kann stattdessen ein LED- oder ein LCD-Display an den MPM angeschlossen werden, das eine ähnliche Darstellung liefert. Der Benutzer ist so jederzeit über den Status der Anlage informiert und kann beispielsweise seine Daten rechtzeitig sichern, bevor sich der PC wegen mangelndem Reststrom abschaltet.

Eine wesentlich detailliertere Auflistung aller Ereignisse, Alarme und Verbrauchsdaten bietet die TechView-Zusammenfassung, die via LAN oder Datenkabel abgerufen werden kann. Die Medizintechnik hat so Zugriff auf alle relevanten Informationen zu einem Wagen. Auch können in dieser Anzeige die spezifischen Konfigurationen manuell geändert werden, etwa die Batterieladungsgrenze, ab der eine Warnung ausgegeben werden soll.

Acht bis zwölf Stunden Laufzeit

Je nach Nutzung und verwendetem Akku hat der MPM von Powervar eine Laufzeit von acht bis zwölf Stunden und liefert dabei eine gleichmäßige Spannung von 230 VAC mit 50 Hz sowie konfigurierbare Gleichspannungen, etwa zur direkten Versorgung von angeschlossenen Monitoren oder Druckern. Derzeit gibt es zwei Modelle des mobilen Strommanagers, eines mit 150 VA und eines mit 250 VA Leistung. Unabhängig von der genutzten Variante ist die Geräuschentwicklung mit 40 dBA in einem Meter Abstand sehr niedrig. Die Systeme erfüllen alle aktuellen Normen und sind sowohl nach EN 60601-1 als auch nach UL 60601-1 zertifiziert.

Kontakt:

Powervar Deutschland GmbH

D-33106 Paderborn

www.powervar.com

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