Standorterweiterung

Merck feiert Richtfest für zukünftiges Innovationszentrum

| Redakteur: Matthias Back

Merck richtet die Konzernzentrale in Darmstadt neu aus.
Merck richtet die Konzernzentrale in Darmstadt neu aus. (Bild: Merck)

Merck hat in Darmstadt Richtfest auf der Baustelle seines zukünftigen Innovationszentrums mit angeschlossenem Mitarbeiterrestaurant gefeiert. Beide Gebäude sollen Ende des Jahres fertiggestellt werden. Das zukünftige Innovationszentrum von Merck soll ebenso wie das heutige modulare Innovationszentrum eine Plattform für Innovationen sein. Die Fertigstellung ist für 2018 geplant.

Darmstadt – Merck investiert von 2015 bis 2020 rund 1 Mrd Euro in seinen Stammsitz, der mit Abstand größter Standort für Produktion sowie Forschung und Entwicklung ist. Das zukünftige Innovationszentrum entsteht nahe des historischen Pützerturms an der Frankfurter Straße. Innovationszentrum und Mitarbeiterrestaurant wurden in einem größeren Gesamtkontext geplant: Mit den Gebäuden und umgebenden Flächen werden urbane Strukturen für Mitarbeiter und Besucher geschaffen, mit Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Plätzen zum Verweilen. Westlich und östlich der Frankfurter Straße wird sich der im Laufe des Jahres entstehende Emanuel-Merck-Platz anschließen und den Übergang zum heutigen modularen Innovationszentrum bilden, das seit 2015 östlich der Frankfurter Straße steht.

Der neue Gebäudekomplex wird aus zwei Bauteilen gebildet, die durch eine Außentreppe miteinander verbunden sind. Das Innovationszentrum erhält einen Empfang, ein Auditorium, eine Lounge und ein Café im Erdgeschoss. Im 1. Obergeschoss werden eine multimediale Bibliothek und der „Co-Creation“-Bereich, eine Lounge zum offenen Austausch, untergebracht. Im 2. bis 5. Obergeschoss sind Projektflächen für interdisziplinäre Zusammenarbeit wechselnder Projektgruppen.

Das Grundkonzept für das Mitarbeiterrestaurant mit Außenterrasse ist eine Kombination aus einem Modell aus Betriebsgastronomie mit Selbstbedienungs-Ausgaben, sowie offenen Küchen zum Frontalkochen auf zwei Ebenen im 1. und 2. Obergeschoss und einer gemischten Gastronomie-Zone mit mehreren Shops.

Das zukünftige Innovationszentrum hat 7.140 Quadratmeter Nutzfläche, das angeschlossene Mitarbeiterrestaurant bietet auf einer Nutzfläche von rund 4.950 Quadratmetern Platz für 1.000 Essensgäste. Die Baukosten belaufen sich auf 69 Mio Euro für das Innovationszentrum und auf weitere 45 Mio Euro für das Restaurant.

Bei der Gebäudeplanung wurde darauf geachtet, dass die Anforderungen der Nachhaltigkeits-Zertifizierung nach LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) im „Gold“-Standard eingehalten werden. Dieses Zertifikat gilt als weltweit erfolgreichstes Klassifizierungssystem für nachhaltige Gebäude, das Faktoren wie Standort, Wasser- und Energieeffizienz, Wahl der Materialien, Innenraumqualität sowie Innovation und Planungsprozesse berücksichtigt. Unter anderem kommt im Innovationszentrum die von Merck vorangetriebene OLED-Technologie zum Einsatz. Diese Weiterentwicklung der LEDs (anorganische Halbleiter) besteht aus smarten, langlebigen organischen Halbleitern, die Merck selbst produziert. Diese ermöglichen besonders energieeffiziente, dünne und flexible Lichtquellen mit einer natürlichen Farbwiedergabe.

Dieser Artikel ist erschienen auf www.process.vogel.de.

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