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Automatisiertes Waschsystem Maschinelle Aufbereitung von Medizinprodukten prüfen

Quelle: Pressemitteilung TÜV Süd Lesedauer: 1 min

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Medizinprodukte müssen hohe hygienische Anforderungen erfüllen und zahlreichen Waschzyklen standhalten. Um die Waschbarkeit von Produkten und Komponenten zu testen, bietet TÜV Süd Herstellern eine automatisierte Prüfung in einer Waschstraße an.

Mit dem automatisierten Waschsystem testen die TÜV-Süd-Experten die Waschbarkeit von Medizinprodukten.
Mit dem automatisierten Waschsystem testen die TÜV-Süd-Experten die Waschbarkeit von Medizinprodukten.
(Bild: TÜV Süd)

Die neue TÜV-Süd-Prüfanlage für Krankenhaushygiene steht im Labor in Hannover. Mit dem automatisierten Waschsystem lässt sich z. B. prüfen, ob Oberflächenlacke, die verbaute Elektronik, die Kunststoffbeplankung und bewegliche Teile wie Lager und Bremsen dem Waschprozess standhalten. Auch die Anzahl der Waschzyklen wird geprüft. Für medizinische Betten geschieht dies anhand der DIN EN 60601-2-52, die eine Haltbarkeit mit 50 Waschvorgängen fordert. In der aktuellen Entwurfsnorm für die medizinisch genutzten Betten wurde die Zyklenzahl auf 250 Prüfzyklen erhöht. Die DIN EN ISO 10535 für Patientenlifter und die ISO 19894 für Gehwagen (Walking Trolleys) legen je 50 Prüfzyklen fest. Auf dieser Grundlage hat TÜV Süd die zugehörigen Prüfverfahren entwickelt.

Zunächst werden die Produkte zehn Tage einer Temperaturvorbehandlung unterzogen. Anschließend folgt das Waschen, Spülen und Kühlen. „Wichtig sind hier der Faktor Zeit, die Wasser- bzw. Lufttemperatur, aber auch der PH-Wert und die Dosierung der zugefügten Reinigungs-, Desinfektions- und Klarspüllösung“, sagt Torsten Zimmer, Leiter Fachabteilung Medical & Health Services Testing Hannover bei TÜV Süd.

Nachhaltigkeitsaspekte der Prüfanlage

„Wir werden ca. 75 Prozent des eingesetzten Wassers wiederverwenden. Das heißt pro Wasch- und Spülvorgang werden von den benötigten 210 Litern ca. 160 Liter recycelt und wiederverwendet. Das spart viel Energie und Wasser und ist somit ein weiterer Beitrag, um die Nachhaltigkeitsziele von TÜV Süd zu erreichen“, ergänzt Zimmer. Derzeit werden zusätzliche Optimierungs- und Einsparmaßnahmen geprüft. Hierzu zählen u. a. Wärmerückgewinnung aus dem restlichen Abwasser und CO2-neutrale Energieerzeugung durch Photovoltaik.

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