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Makrolon: Neue Lösungen für die nadelfreie Injektion

| Redakteur: Peter Reinhardt

Für viele Menschen wäre es ein Traum, ihre Diabetes ohne Spritzen behandeln zu können. Die Firma QS Medical Technology, Ltd. (QS), in Peking hat eine neue, nadelfreie Technologie entwickelt. Mittendrin: Kunststoffe von Covestro.

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Das nadelfreie Injektionssystem von QS Medical Technology könnte das Leben von Millionen Diabetespatienten weltweit erleichtern. Sein Kernstück besteht aus dem Kunststoff Makrolon.
Das nadelfreie Injektionssystem von QS Medical Technology könnte das Leben von Millionen Diabetespatienten weltweit erleichtern. Sein Kernstück besteht aus dem Kunststoff Makrolon.
(Bild: QS Medical Technology)
  • Einfachere, sicherere und weniger schmerzhafte Optionen für die Diabetes-Behandlung
  • Polycarbonat Makrolon Rx1805 von Covestro: speziell für medizinische Anwendungen entwickelt
  • Nadel für die Medikamentenentnahme und Abdeckung des Absauggeräts in einem Schuss hergestellt

„Die Lösung für die nadelfreie Injektion ist sicher, effektiv und für Diabetes-Patienten bequemer zu handhaben“, erklärt das Polymer-Unternehmen Covestro als Lieferant des verwendeten Kunststoffes in einer Pressemitteilung. Das Medikament werde unter hohem Druck unter die Hautoberfläche gepumpt.

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Das Leben von Diabetes-Patienten einfacher, sicherer und bequemer machen

„Wir sind auf die Entwicklung innovativer medizinischer Produkte spezialisiert, die das Leben für Millionen Menschen in China und weltweit einfacher, sicherer und bequemer machen“, verspricht derweil Justin Zhang, Gründer und Geschäftsführer von QS. „Deshalb kooperieren wir mit Covestro, um qualitativ hochwertige, nadelfreie Injektoren zu produzieren, die den Bedürfnissen einer wachsenden Zahl von Diabetes-Patienten entgegenkommen“, so Zhang weiter.

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„Es ist unsere Vision, die Welt ein Stück lebenswerter zu machen“, ergänzt Wang Xinyu, bei Covestro in China verantwortlich für den Vertrieb von Polycarbonat für medizinische Anwendungen. „Für Diabetiker bedeutet das, Lösungen zu finden, die bisherige Grenzen überwinden. Eine nadelfreie Technologie kann die Behandlung für Patienten erleichtern und trotzdem die gewünschte Medikation sicherstellen.“

Bewährter Kunststoff für die Medizintechnik

Auf Basis bisheriger guter Erfahrungen im Bereich nadelfreier Injektion entschied sich QS bei der Herstellung der Ampullen für das Polycarbonat Makrolon Rx1805 von Covestro, ein für medizinische Anwendungen entwickeltes Produkt. Zusammen mit anderen Typen zeichnet es sich durch gute Haltbarkeit, einfache Verarbeitung, Sicherheit und Designfreiheit aus – Eigenschaften, die für verschiedene medizinische Produkte gewünscht sind. Covestro beliefert QS hier mit einer kompletten Materiallösung.

„Wir setzen das Polycarbonat von Covestro vor allem in der Produktion des für die Insulinabgabe verantwortlichen Teils ein“, erläutert Su Ning, Leiterin des Produktzentrums bei QS. „Der Kunststoff ist sehr dimensionsstabil und fest und erfüllt unsere Anforderungen für das Zwischenstück zur Medikamentenabgabe und für die Ampullen. Dadurch ist gewährleistet, dass die Entnahme konsistent und sicher funktioniert und die Teile überdies unsere Designanforderungen erfüllen. Die Nadel für die Medikamentenentnahme und die Abdeckung des Absauggeräts werden in einem Schuss mittels Spritzguss hergestellt.“

Passgenaue Eigenschaften

Das Polycarbonat Makrolon Rx1805 bietet wichtige Vorteile für diese Anwendung:

  • Bei Kontakt mit Fett ist es vor Spannungsrissen geschützt.
  • Es ist beständig gegen Sterilisation mittels Strahlung und gewährleistet eine hohe Produktivität beim Formen der Ampullen.
  • Es ist biokompatibel und erfüllt die Anforderungen der Normenreihe ISO 10993.
  • Der Kunststoff ist sehr schlagzäh.
  • Er ermöglicht eine genaue Abformung und behält seine Stabilität auch unter verschiedenen Anwendungsbedingungen bei.

„Unser Forschungsziel für die nächsten zehn Jahre ist die weitere Entwicklung nadelfreier Spritzensysteme und die Einführung noch bequemerer Systeme mit Unterstützung durch Gesundheits-Apps“, sagt Justin Zhang. Um das zu erreichen, will er die Kooperation mit Covestro weiter intensivieren.

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