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BVMed-Vorstandswahlen

Interview mit dem neuen und alten Vorstandsvorsitzenden

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Der BVMed-Vorstandsvorsitzende Dr. Meinrad Lugan ist auf der BVMed-Mitgliederversammlung in Berlin für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Devicemed hat Lugan zu seiner Wiederwahl befragt.

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„Die Medizintechnologie-Branche wird von der Politik mittlerweile als Leitmarkt für Innovationen, Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze anerkannt“, freut sich der alte und neue BVMed-Vorstandsvorsitzende Dr. Meinrad Lugan.
„Die Medizintechnologie-Branche wird von der Politik mittlerweile als Leitmarkt für Innovationen, Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze anerkannt“, freut sich der alte und neue BVMed-Vorstandsvorsitzende Dr. Meinrad Lugan.
( Bild: BVMed )

Herr Dr. Lugan, worin sehen Sie Ihre dringlichste Aufgabe(n) für die nächsten beiden Jahre?

Wir wollen als Bundesverband Medizintechnologie weiter im intensiven Dialog mit der Politik und den Partnern der Selbstverwaltung bleiben, um die Versorgungsqualität der Patienten zu verbessern und gleichzeitig unnötige Verzögerungen und Prozesse bei der Bewertung von Produkten und Verfahren zu vermeiden.

Im BVMed-Vorstand sehen wir dafür derzeit drei wichtige Themen: Erstens: Wir wollen im Rahmen der europäischen Medizinprodukte-Verordnung die Patientensicherheit verbessern, indem wir das bestehende System der Zulassung und Marktüberwachung sinnvoll weiterentwickeln. Dazu gehören eine bessere Kontrolle der Benannten Stellen und eine verbesserte Marktüberwachung. Zweitens setzen wir uns bei der Diskussion um die Nutzenbewertung von Medizinprodukten für eine differenzierte Methodik nach Risikopotenzial und Modifikationsgrad ein. Und drittens: Wir wollen in der Hilfsmittel- und Homecare-Versorgung einen echten Qualitätswettbewerb, denn nur die geeigneten Hilfsmittel mit einer entsprechenden Produktqualität und der dazugehörigen Dienstleistung und Beratung führen zum gewünschten Therapieerfolg bei den Patienten. Das sind unsere drei dringlichsten Aufgaben.

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Was erwarten Sie in dieser Wahlperiode von der Großen Koalition?

Im Koalitionsvertrag, den CDU/CSU und SPD Ende 2013 geschlossen haben, sehen wir zahlreiche positive Ansätze, um Anreize für eine Qualitätsverbesserung zu schaffen und die Verfahren zur Innovationseinführung zu forcieren. Die politischen Vorhaben wie der Innovationsfonds oder das Qualitätsinstitut müssen nun sorgfältig und praxisorientiert ausgestaltet werden. Wir erwarten hier einen intensiven und konstruktiven Dialog. Das hat uns Gesundheitsminister Hermann Gröhe auch zugesagt.

Im April 2007 haben Sie den BVMed-Vorsitz übernommen. Auf welche Erfolge können Sie zurückblicken?

Die Medizintechnologie-Branche wird von der Politik mittlerweile als Leitmarkt für Innovationen, Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze anerkannt. Das ist positiv und spiegelt sich in zahlreichen Förderprogrammen wider. Der Besuch von Gesundheitsminister Hermann Gröhe auf der BVMed-Mitgliederversammlung ist ein weiterer Beleg dieser gestiegenen Wertschätzung. Unser Ziel bleibt es, die Bedeutung und hohe Wertigkeit der Medizintechnologien für die Patientenversorgung und das Gesundheitssystem insgesamt zu verdeutlichen. Dazu gehört, dass die Entscheider besser verstehen, dass wir aufgrund der Heterogenität unserer Produkte und der mittelständischen Struktur unserer Branche anders als die Pharmabranche differenzierter bewertet und reguliert werden müssen. Ich denke, das gelingt uns immer besser.

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