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Rückblick Hörsaalruine Innovationspotenzial von Supply Chain Management in der Medizintechnik

| Redakteur: Peter Reinhardt

Im Medizinhistorischen Museum der Charité haben sich am 20. September Vertreter aus Medizintechnik, Logistik und anderen Branchen getroffen, um über logistische Herausforderungen zu diskutieren. Fokus der „2. Gespräche in der Hörsaalruine“: das Spannungsfeld zwischen den Interessen der Rohstofflieferanten und Zulieferer sowie den Anforderungen der Medizintechnikhersteller, die ihre Fertigungsprozesse und Materialflüsse verbessern wollen.

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Heiko Nowak (mit Mikro) von der Rhenus AG stellt während des Workshops ein Best-Practice-Beispiel aus einer anderen Branche vor
Heiko Nowak (mit Mikro) von der Rhenus AG stellt während des Workshops ein Best-Practice-Beispiel aus einer anderen Branche vor
(Bild: Klaus Heymach/vor-ort-foto.de)

Der ehemalige Hörsaal der Berliner Charité ist inzwischen zu einer Stätte der Begegnung und des Austauschs geworden. Dies steht auch im Vordergrund der Veranstaltungsreihe „Gespräche in der Hörsaalruine“ über das Supply Chain Management (SCM) als Innovationspotenzial in der Medizintechnik, die im vergangenen Jahr von den Fabriktestern und der Rhenus initiiert wurde.

Gewährleistung der Produktion

Moderator Tobias A. Zorn von den Fabriktestern diskutiert gemeinsam mit den Referenten und Teilnehmern über das Verhältnis zwischen den Rohmaterialienlieferanten und dem Hersteller sowie dessen innerbetriebliche Steuerung seiner Einkaufs- und Produktionsabteilungen. So gehört zu den Vortragenden beispielsweise Christian Eickhorn, der bei Waldemar Link, einem Hersteller von Endoprothesen, das SCM leitet. Er verweist auf die Bedeutung klar festgelegter Einkaufsprozesse, u.a. in der Budgetverantwortung, die zum Beispiel das kostenintensive Maverick-Buying, sprich die nichtstandardisierte Beschaffung, verhindern sollen.

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Ronald Hessel von Christoph Miethke, einem Hersteller neurochirurgischer Implantate zur Therapie des Hydrocephalus, weist aus Sicht der Produktion bei aller anvisierten Kosteneffizienz des Einkaufs auf die notwendige Sicherstellung der Versorgung der Werkbänke trotz variierender Auftragslagen hin. Ein nicht immer ganz einfacher Widerspruch, wie an der Zustimmung der Veranstaltungsteilnehmer festzustellen ist.

Häufig ist deshalb dabei die Vokabel vom „Aufschlauen“ zu hören, die nichts anderes bedeutet, als dass Einkäufer und Lieferanten qualifiziert werden, um das gegenseitige Verständnis zu verbessern und dabei Störgrößen zu eliminieren – mit dem Ziel, das Material wirklich fließen zu lassen.

Abläufe in der Medizintechnik hinterfragen

„Ein Wesensmerkmal der ‚Gespräche in der Hörsaalruine‘ ist der Blick über den Tellerrand, das heißt auf andere Branchen und deren Lösungsansätze für sauber abgebildete Logistikketten“, betont Frank Deutsch, der gemeinsam mit Tobias A. Zorn unter der Marke Fabriktester als Spezialist für Prozessoptimierung arbeitet. In diesem Jahr referierten so unter anderem Peter Holzheid von Herlitz PBS oder Marcus Bartelt, der sehr gut mit den Prozessen in der Gastronomie vertraut ist.

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