Anbieter zum Thema
3D-Druck auch in der Medizintechnik
Eine neue Kombination aus Material und Prozess stellt zudem der 3D-Druck dar, der nun auch die Medizintechnik erreicht hat. So sollen im europäischen Projekt Artivasc 3D, an dem 16 Partner aus sieben Ländern beteiligt sind, Implantate für Weichgewebe im 3D-Druck entwickelt und hergestellt werden, die als medizinischer Gewebeersatz oder als Testsystem für Pharmazeutika und Kosmetika dienen. „Es geht unter anderem um künstliche Stützstrukturen für Adern und Blutgefäße. Die Herausforderung besteht darin, das richtige Material zu finden, das per 3D-Druck bearbeitbar ist“, betont Dr. Martin Wehner vom ILT. Auch das spanische Unternehmen Microliquid arbeitet bereits mit dem Verfahren. „Wir stellen mit dieser Methode Lab-on-a-Chip-Systeme her, die es erlauben, Proben wie Blut oder andere Körperflüssigkeiten in situ zu untersuchen“, erklärt Borja Barredo, CEO von Microliquid. Für den 3D-Druck wird ein spezielles Polymer, ähnlich dem Polymethylmethacrylat (PMMA, Plexiglas), eingesetzt. Die integrierten Bauteile aus Mikrofluidik und Elektronik sind bereits auf dem Markt. „Gerade bei den Artikeln zur einmaligen Nutzung, die voll im Trend liegen, ist der 3D-Druck ein preiswertes Verfahren mit Zukunft“, urteilt Dr. Thomas R. Dietrich, ab 1. Januar 2014 Geschäftsführer des Ivam – Fachverband für Mikrotechnik. Angesichts der wachsenden Bedeutung des dreidimensionalen Druckens hat die Messe Düsseldorf die Marke „3D fab + print“ entwickelt, die den Besuchern verschiedener Messen jeweils branchenbezogen eine Orientierung zu diesem Zukunftsthema geben soll.
(ID:42433894)
