Suchen

Compamed 2013

Industrie und Forschung präsentieren Projekte und Produkte

Seite: 3/5

Firmen zum Thema

„Ein Tropfen Blut reicht, um den Test zu machen“, betont Dr. Andreas Willert, zuständig für Printed Functionalities am Fraunhofer-Institut für ENAS, das für die gedruckte Energieversorgung in Form einer Zink-Braunstein-Batterie verantwortlich ist. Das kleine Kraftpaket ist schwermetallfrei, benötigt keine aggressiven Elektrolyte und muss nicht aufgeladen werden, da es für den einmaligen Gebrauch bestimmt ist. Das Konsortium ist inzwischen auf der Suche nach einem Partner, der das System ab 2015 oder 2016 produziert und vertreibt.

Miniaturisierung und Molekularisierung

Die genannten Beispiele stehen abgesehen vom interdisziplinären Ansatz auch für zwei Trends, die Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, schon vor Beginn der Compamed benannt hat: Miniaturisierung und Molekularisierung. „Gerade wenn es um mobile Endgeräte geht, können die Bauteile nicht klein und leicht genug sein“, so Schäfer. Dem Wettbewerb, selbst in kleinste Bauteile größtmöglichen Fortschritt einzubauen, stellen sich bei der Compamed auch immer mehr „industrielle Schwergewichte“. Nach BASF, Bayer, Schott und Panasonic hatte nun auch Siemens – seit vielen Jahren regelmäßiger Aussteller bei der Medica - die Compamed erstmalig in diesem Jahr entdeckt.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 12 Bildern

„Wir beobachten diese Messe schon lange. Da wir auch als Zulieferer für Dritte arbeiten, sehen wir sie als ideale Kontaktbörse“, erklärt Reiner W. Jung, General Manager der Medical Electronics & Imaging Solutions von Siemens Healthcare. „Schon am ersten Messetag hatten wir enorm viele Kontakte.“ Siemens bietet komplette elektronische Lösungen von der Entwicklung bis zum Service. Im Fokus stehen unter anderem Multitouch-Systeme, die auch unter OP-Bedingungen problemlos funktionieren, Systemsteuerung sowie Erfassung und Verarbeitung von Daten.

Transparente Keramik

Ein Themen-Klassiker bei der Compamed sind neue Materialien. Eine echte Innovation hatte diesmal die Firma Ceram-Tec mitgebracht. Sie präsentierte unter dem Namen Perlucor erstmals eine transparente Keramik, die im Serienmaßstab zur Verfügung steht. „Von der Grundidee her ist unser Material mit Saphir vergleichbar, hat aber bessere Eigenschaften. Der hohe Brechungsindex ist zum Beispiel ideal für die Anfertigung von Linsen für die Endoskopie geeignet“, so Dr. Lars Schnetter, Entwickler und Produktmanager Transparente Keramik bei Ceram-Tec. Das Material, ein Magnesium-Aluminium-Spinell, ist extrem hart und fest, kratzfrei und beständig gegen Chemikalien wie Säuren und Laugen. Zudem ist der neue isotrope und polykristalline Werkstoff für Infrarotstrahlung bis zu 6 mm Dicke durchlässig, Alternativen dagegen nur bis zu 2,5 mm. Zudem glänzt das Material mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Fast schon zwangsläufig konnte Ceram-Tec mit „Perlucor“ den Devicemed-Award in der Kategorie Werkstoffe gewinnen, den die Redaktion des Fachmagazins zum zweiten Mal vergeben hat.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42433894)