Anbieter zum Thema
Kostenerstattung nach dem Vorbild Dänemarks?
Angesichts der Tatsache, dass fast täglich neue – und völlig ungeprüfte – Gesundheits-Apps auf den Markt kommen, hält die Mehrheit eine Überprüfung oder Zertifizierung durch Ärzte für dringend geboten: 37 Prozent der Ärzte sprechen sich gar für eine verpflichtende Kontrolle von Gesundheits- und Medizin-Apps aus, bevor sie in Deutschland angeboten werden dürfen. 55 Prozent würden sich zumindest eine Art Qualitätssiegel wünschen, das den Patienten die Auswahl sinnvoller Apps erleichtern würde. Ein Verbot schlechter Apps oder eine verpflichtende Überprüfung halten sie aber für wenig sinnvoll beziehungsweise schwer umsetzbar.
Nicht weit entfernt vom Thema Qualitätsprüfung liegt das Thema Kostenerstattung. BVITG-Geschäftsführer Ekkehard Mittelstaedt berichtet im Rahmen der Conhit über ein in Dänemark eingeführtes Schema, wonach versorgungsunterstützende Apps über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren abrechenbar sind, bevor anhand der Erfahrungen entscheiden wird, ob es eine Übernahme in die Regelversorgung gibt oder nicht.
Ob dieses Modell auch für Deutschland taugen kann, wird die Zukunft zeigen. Fest steht: „Der Wachstumstrend des Mobile-Health-Marktes wird zukünftig weiterhin anhalten. Damit wird auch die Zahl der medizinischen Apps weiter steigen“, so die Prognose von Marcus Kuhlmann, Leiter des Fachverbands Medizintechnik bei Spectaris.
(ID:44020622)
