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Ärzte fordern mehr Kontrolle bei Gesundheits-Apps
Dr. Franz Bartmann von der Bundesärztekammer betont die Notwendigkeit einer strengen Kontrolle bei Apps, die neue Therapieprozesse einführen. Eine App, die Zuckersensoren mit einer Insulinpumpe koppelt und dadurch eine künstliche Bauchspeicheldrüse bildet, müsse genau evaluiert und streng überwacht werden. Für Apps, bei denen lediglich eine analoge durch eine digitale Datenaufzeichnung ersetzt werde, gelte das nicht in dem Maße.
Apropos Ärzte, sie werden neben Patienten häufig als diejenigen dargestellt, die von den digitalen Helfern am meisten profitieren; tragen die via Smartphone gesammelten Daten doch angeblich zu einer genaueren Diagnose von Krankheiten bei. Wie stehen sie zu Gesundheits-Apps?
Der Ärztenachrichtendienst ÄND hat sich die Mühe gemacht, Mediziner zu befragen. 303 niedergelassene Ärzte haben sich an der Umfrage beteiligt. Das Ergebnis: 97 Prozent sind überzeugt, dass die Anzahl der Nutzer von Gesundheits-Apps in den nächsten Jahren stark ansteigen wird. Will meinen: Dass Medical-Apps zunehmend populärer werden, bezweifelt kaum einer. So überrascht es nicht, dass jeder zweite Arzt angibt, dass er sich mit dem Thema schon auseinandergesetzt und sich die eine oder andere App angeschaut habe. Weitere 16 Prozent kennen sich eigenen Angaben zufolge schon sehr gut aus – und haben bereits diverse Apps getestet.
Im Arzt-Patienten-Gespräch kommt das Thema offenbar auch immer häufiger hoch: Fast die Hälfte der Ärzte (46 Prozent) sind von Patienten schon einmal mit Gesundheitsdaten konfrontiert worden, die auf einem Smartphone gespeicherten waren. All das belegt: Medical Apps sind im Gesundheitsmarkt, das heißt bei Ärzten und Patienten, bereits angekommen. Doch wie sieht es mit der Qualität des Angebots aus?
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