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MedInform-Konferenz

„Guter Lobbyismus ist informativ, nicht manipulativ“

| Redakteur: Peter Reinhardt

Für gute Gesetze benötigt die Politik gute Informationen von Interessenvertretern. Das setzt voraus, dass die Informationen seriös, sachlich und spezifisch sind. So das Fazit der MedInform-Konferenz „Moderne Politik richtig gestalten“ am 29. Januar in Berlin, auf der Vertreter von Politik und Unternehmen sowie Public Relations und Kommunikation diskutiert haben.

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„Guter Lobbyismus ist informativ, nicht manipulativ“, so eine der Kernfeststellungen Referenten auf der Med-Inform-Konferenz „Moderne Politik richtig gestalten“ am 29. Januar in Berlin.
„Guter Lobbyismus ist informativ, nicht manipulativ“, so eine der Kernfeststellungen Referenten auf der Med-Inform-Konferenz „Moderne Politik richtig gestalten“ am 29. Januar in Berlin.
(Bild: BVMed Bilderpool)

„Für die Unternehmen der Medizintechnologie ist eine professionelle politische Kommunikationsarbeit von besonderer Bedeutung, um Informationslücken zu schließen und die Besonderheiten der Branche besser zu vermitteln“, so BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt.

Das sagt der Politiker

Wie hat sich die Arbeit eines Abgeordneten in den jüngsten fünf Jahren verändert? Dr. Rolf Koschorrek, CDU-Bundestagsabgeordneter und Obmann seiner Fraktion im Gesundheitsausschuss des Bundestages spricht von schnelllebiger gesundheitspolitischer Arbeit. Bei Gesetzesberatungen würden Änderungsanträge teilweise sehr kurzfristig vorliegen. Die Gesetze selbst seien zwar eher schlanker geworden, aber es fehle die Zeit einer intensiven Beratung. Es sei schwer, Dinge noch intern zu diskutieren, ohne dass Positionen gleich nach außen dringen. Zu dieser Entwicklung trügen auch Soziale Netzwerke wie Facebook bei.

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„Negative Campaigning funktioniert gut. Eine Kampagne für etwas funktioniert dagegen kaum“, so Koschorrek. Er favorisiert daher das gesprochene Wort, den direkten Dialog, den intensiven Meinungs- und Positionsaustausch, um das Instrument der Schwarmintelligenz zu nutzen.

Netzwerke gewinnen an Bedeutung

Gleichwohl gewinnen neue Medien wie soziale Netzwerke gewinnen an Bedeutung für die politische Kommunikation. „Soziale Medien werden in der politischen Diskussion immer wichtiger und werden mehr und mehr in der Kampagnenführung genutzt, um eine breite Öffentlichkeit zu mobilisieren“, so Bernd Buschhausen, Public Affairs-Leiter bei der Agentur Edelman. Die Herausforderung an die politische Kommunikation sei, die Komplexität des politischen Systems zu verstehen und möglichst alle Kanäle zu benutzen, um für Vertrauen für die eigenen Positionen zu werben.

Das sagt der Industrievertreter

Raimund Koch, Leiter der Hauptstadtrepräsentanz der Paul Hartmann AG, schilderte seine Erfahrungen mit dem Aufbau und der täglichen Arbeit einer Hauptstadtvertretung eines Medizintechnikunternehmens. Seine Arbeit will Koch als sinnvolle Ergänzung, nicht als Konkurrenz zum Verband, verstanden wissen. Der BVMed besitze in der Politik, bei Ministerien, Kassen und Verbänden eine hervorragende Reputation und vertrete gesamthaft die Interessen aller Mitglieder oder einzelner Mitgliedergruppen.

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