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Freiberufler helfen, wenn’s mal brennt

| Autor/ Redakteur: Autor | Florian Lau / Kathrin Schäfer

Wenn das Arbeitsaufkommen firmeninterne Ressourcen überfordert, Know-how fehlt oder – schlimmer noch – beides, kann die vorübergehende Einstellung freiberuflicher Fachkräfte einen Ausgleich schaffen. Auf die Medizintechnik spezialisierte Personaldienstleister vermitteln branchenerfahrene Fachkräfte mit den richtigen Qualifikationen.

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Wenn’ s mal brennt: Freiberufler lassen sich für die Dauer von Projekten einstellen und helfen Medizintechnikfirmen, Personalengpässe auszugleichen.
Wenn’ s mal brennt: Freiberufler lassen sich für die Dauer von Projekten einstellen und helfen Medizintechnikfirmen, Personalengpässe auszugleichen.
( © sima - Fotolia )

Jedes Jahr publiziert die amerikanische Food and Drug Administration Zahlen zu den Mängeln, die während ihrer Inspektionen am häufigsten zu Tage treten. Unter den Top 5 der häufigsten Mängel finden sich in der Regel Themen wie CAPA, Complaint Files oder Design Controls. Um marktfähig zu bleiben, müssen Firmen diese Mängel umgehend beseitigen und ihre Qualitätsstandards anheben. Doch was tun, wenn dafür nicht die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen?

Projekterfahrung aus anderen Unternehmen

In solchen Situationen engagieren mehr und mehr Medizintechnikunternehmen freiberufliche Fachkräfte, die sie für eine Projektdauer von vier bis acht Monaten einstellen (Bild 1). Diese Fachkräfte arbeiten auf eigene Rechnung und agieren unternehmerisch selbständig, das heißt, sie erhalten beispielsweise keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Zugleich bringen sie aus ihren Erfahrungen mit unterschiedlichen Projekten und Unternehmen eine hohe Expertise mit. Deshalb benötigen sie in der Regel eine um ein Vielfaches kürzere Einarbeitungszeit als Mitarbeiter in Festanstellungen.

Außerdem sind sie flexibel: Dauert ein Projekt länger als geplant, kann man ihre Verträge leicht verlängern. Bezieht man all diese Faktoren ein, relativiert sich der vermeintlich hohe Kostenfaktor von zirka 85 bis 130 Euro pro Arbeitsstunde.

Unternehmen werden zu Projektorganisationen

Dass es sich hierbei durchaus um ein Zukunftsmodell handeln könnte, davon zeugt beispielsweise die Studie „Deutschland 2020“ von Norbert Walter. Seiner Ansicht nach entwickeln sich Wirtschaftsunternehmen immer mehr zu Projektorganisationen. Modelle mit festen Grenzen wie das Konzept fest angestellter Mitarbeiter verschwinden zunehmend. Der Trendforscher Sven Gábor Jánszky untermauert die These von Walter in seinem Buch „2025 – so arbeiten wir in Zukunft“. Er geht davon aus, dass die Zahl permanent beschäftigter Mitarbeiter um 30 bis 40 Prozent aller Erwerbstätigen sinken wird. Laut Jánszky werden (Solo-) Selbständige bis 2025 zirka 20 Prozent der Erwerbstätigen ausmachen.

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Spezialisiert auf die Medizintechnik

Pates arbeitet nur mit hochqualifizierten Medizintechnik-Freiberuflern und festangestelltem Personal, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Qualitätsmanagement und Regulatory Affairs, zusammen. Aufgrund dieser Spezialisierung konnte der Dienstleister bereits zahlreichen Medizintechnikunternehmen kurzfristig Interims-Manager zur Verfügung stellen, wenn diese Unterstützung in Bereichen wie CAPA, Complaint Handling, Risikomanagement oder Zulassung benötigten.

Neben Flexibilität ist die Qualifikation entscheidend

Doch zurück zu den Medizintechnikunternehmen. Für deren Projekterfolg ist nicht nur ausschlaggebend, wie viele Fachkräfte kurzzeitig zur Verfügung stehen. Letztendlich ist ihre Qualifikation das entscheidende Kriterium. Hier kommen Personaldienstleister ins Spiel, die sich auf die Bedürfnisse der Branche spezialisiert haben. Sie können Fachkräfte rekrutieren, die versiert sind im Umgang mit gängigen Normen wie der ISO 13485, ISO 14971, ISO 62304 oder 21CFR820, und wissen, welche Freiberufler für neue Projekte zur Verfügung stehen. Bei der Auswahl des Personaldienstleisters kommt es nicht immer auf die Größe an, sondern auf die Spezialisierung und das Netzwerk der dort tätigen Berater. Die Webseite von Personaldienstleistern verrät, ob ein klarer Branchenfokus besteht. Mit Fragen zum Markt sowie zum Fach lässt sich abklären, ob die notwendige Expertise vorhanden ist.

Autor: Florian Lau ist geschäftsführender Partner der Pates GmbH in Grünwald.

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